Übersicht eingesetzter Systeme zur Vorsichtung bei Massenanfällen verletzter Personen in den Rettungsdienstbereichen der Bundesrepublik Deutschland mit Blick auf internationale Anwendungen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Rettungswesen
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Im Bereich strukturierter Vorgehensweisen im Rettungsdienst werden viele Diskussionen geführt, doch selten einheitliche Entscheidungen getroffen. Die Vorsichtung als vorrangige Maßnahme bei Massenanfällen Verletzter wird von nicht ärztlichem Personal durchgeführt und steht häufig im Mittelpunkt derartiger Diskussionen. Die endgültige Verantwortung über standardisierte Einsatzverfahren trägt der jeweilige ärztliche Leiter, weshalb in ganz Deutschland unterschiedliche Einsatzgrundsätze existieren. Daraus resultiert eine Situation, die ohne umfangreiche Untersuchungen nicht mehr zu überschauen ist. Die durchgeführte Untersuchung ist daher für alle Rettungsdienstbereiche von Interesse und großem Nutzen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Erstellung der Übersicht, welche Vorsichtungsal-gorithmen in Deutschland verwendet werden. Die Erwartung, dass die Bereiche auf unter-schiedlichste Weise agieren, wurde bestätigt und machte einen Vergleich notwendig. Stär-ken und Schwächen waren gegeneinander abzuwägen. Unter allen Algorithmen ist das PRIOR-Schema das flexibelste und effektivste. Aufgeführte aktuelle Beispiele zeigen, wie notwendig es ist, sich auf Großschadenslagen vorzubereiten. Unstrukturiertes Vorgehen kostet Menschenleben. Kein Rettungsdienstbereich dürfte zukünftig mehr ohne Vorsich-tungsalgorithmus agieren. Auf internationalem Boden hat die Gefahrenabwehr häufig in Vorbereitung auf Großveran-staltungen erkannt, dass Versammlungen vieler Menschen andere Strukturen erfordern, um im Schadenfall tätig zu werden. Daraufhin entwickelte Konzepte entsprechen den Prinzipien einer Vorsichtung. Mit sehr ausgereiften Algorithmen, die eine hohe Trefferquote aufweisen, kann Deutschland sich in dieser Entwicklung weit vorn positionieren. Eine funktionierende Gefahrenabwehr ist es den Patienten und seinen Einsatzkräften schul-dig, Vorkehrungen zu treffen, um auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu bleiben und möglichst viele Menschen retten zu können. Die Vorsichtung sollte allen Anforderungen entsprechen und diese verkörpern - Vorsichtung ist Qualität.

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