Ernährung bei Gastroparese

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Motilitätsstörung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Zusammenfassung Bei Gastroparese handelt es sich um eine chronische, gastrische Motilitätsstörung, bei welcher ohne Verschluss des Magenausgangs eine verlangsamte Magenentleerung mit Symptomen wie früher Sättigung, Völlegefühl nach Mahlzeiten, Übelkeit, Erbrechen und einem Engegefühl in der Brust einhergeht (Parkman, et al., 2004). Ein Großteil der Patienten berichtet von Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und weist ein Nährstoffdefizit für Energie, Makro- und Mikronährstoffe auf (Parkman, et al., 2011). In aktuellen Studien wurden neue Erkenntnisse in Bezug auf die Verträglichkeit von Lebensmitteln bei Gastroparese generiert, sodass basierend auf diesen die Ernährungsempfehlungen Diskussionsbedarf erhalten haben. Eine systematische Literaturrecherche wurde anhand des Suchwortes „gastroparesis‘“ kombiniert mit einem Synonym für Ernährung wie „nutrition“, „food“ und „diet“ in PubMed, ScienceDirect und ResearchGate durchgeführt und sechs geeignete Studien gefunden. Die vorgestellten Studien untersuchten Mangelzustände an Patienten, aber maßgeblich die Eignung von Lebensmitteln und Ernährungsformen in Bezug auf die Verträglichkeit von Mahlzeiten. Die Themengebiete Größe und Frequenz von Mahlzeiten, Partikelgröße von Lebensmitteln, Konsistenz und Inhalt von Mahlzeiten, Ballaststoffe, Alkohol, Symptome beeinflussende Lebensmittel sowie weitere Einflüsse standen zur Diskussion. Mit den aktuellen Studien wurde ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ein Jahre lang verbreiteter Irrtum, dass fettreiche Mahlzeiten komplett zu meiden seien, wurde anhand des Funds der guten Verträglichkeit von fettreichen, flüssigen Mahlzeiten widerlegt (Homko, et al., 2015). Weiterhin konnten säurehaltigen und scharfen Lebensmitteln eine Symptome verschlechternde Wirkung nachgewiesen werden (Wytiaz, et al., 2015). Nichtsdestotrotz haben die aktuellen Forschungsergebnisse auch Fragen aufgeworfen. Eine Studie zur Partikelgröße hat eine bessere Verträglichkeit von Lebensmitteln bestehend aus kleinen Partikeln festgestellt (Olausson, et al., 2014). Allerdings kann nicht bestimmt werden, ob die Unverträglichkeit der Kontrollmahlzeit von den großen Partikeln der Lebensmittel herrührt oder der Effekt auf der fettreichen Zusammensetzung der Mahlzeiten beruht. Insbesondere um die Wissensgebiete „Partikelgröße“, „lösliche Ballaststoffe“ und „Symptome beeinflussende Lebensmittel“ sind weitere Untersuchungen notwendig, um differenziertere Erkenntnisse zu erlangen.

Kurzfassung auf Englisch:

Gastroparesis is a chronic motility disorder of the stomach characterized by delayed gastric emptying without mechanical obstruction. Symptoms include early satiety, postprandial fullness, abdominal distension, nausea and vomiting (Parkman, et al., 2004). The majority of patients reports difficulties of nutritional intake and consumes a diet deficient in energy, macro- and micronutrients (Parkman, et al., 2011). Current studies generated new findings regarding the compatibility of foods, causing that diet recommendations have to be overthought. A systematic literature search was conducted via Pubmed, ScienceDirect and ResearchGate by combining „gastroparesis“ with other keywords as „nutrition“ „food“ and „diet“. Six studies fitting the criteria of new knowledge were found and presented. The Studies were investigating malnutrition of patients, but mainly the eligibility of foods and diets regarding compatibility of a meal. The topics discussed are size and frequency of meals, particle size of foods, consistency and content of meals, fiber, alcohol, symptoms influencing foods and other influencing factors. Based on recent studies a step into the right direction was made. To advice patients to avoid high-fat meals in general was a common misconception. High-fat fluid meals did not show a worsening of symptoms compared to low-fat solid meals and thus are compatible in gastroparesis (Homko, et al., 2015). Moreover, a symptoms worsening effect for acidic and spicy foods was discovered (Wytiaz, et al., 2015). Nonetheless, recent studies also raised new research questions. A study regarding particle size showed an improved compatibility for foods of small particle size (Olausson, et al., 2014). However, it is not approvable, if the higher incompatibility for the control diet is based on the high particle size or the high-fat content of the tested foods. Especially the topics “particle size”, “soluble fiber” and “symptoms influencing foods” need further research to gain differentiated knowledge.

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