Prozessoptimierung durch den Einsatzvon RFID Technologie – Eine Analysevon Potentialen und Herausforderungenhinsichtlich des Beschaffungs- undProduktionsprozesses

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Wirtschaft
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Prozessoptimierung, RFID, Beschaffung, Produktionsprozess
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft

Kurzfassung auf Deutsch:

„Smart Supply Chain Solutions“, unter diesem Leitthema findet in diesem Jahr die CeMAT, Weltleitmesse für Intralogistik und Supply Chain Management, in Hannover statt. Der Blick liegt auf der digitalisierten und vernetzten Wertschöpfungskette und behandelt das Thema Industrie 4.0 im logistischen Kontext (Handelsjournal, 2016). Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 wird von der deutschen Bundesregierung unterstützt und hat das Ziel, reale und virtuelle Welt zu einem Internet der Dinge zusammen wachsen zu lassen. Im Jahr 2013 wurde hierfür eine Forschungsagenda erarbeitet, deren Umsetzung mit 200.000 EUR vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bezuschusst wurde (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2016). Laut einer Studie der Experton Group AG war Ende 2014 der Status quo in deutschen Unternehmen jedoch, dass knapp 60% der befragten Unternehmen noch nicht von dem Projekt gehört haben oder keine entsprechenden Aktivitäten planen (Pütter, 2014). Diese Entwicklung ist insofern von wissenschaftlichem Interesse, als dass die Wirtschaft heutzutage durch technische Errungenschaften wie auch der Globalisierung und Informatisierung stets neuen Herausforderungen gegenübergestellt ist. Dies führt zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck und dazu, dass die Effizienz in Unternehmen hinsichtlich Prozessen, die zu einem optimalen Kundennutzen führen, wichtigstes Kriterium für unternehmerisches Handeln geworden ist. Hierfür ist es notwendig, dass Unternehmen die Entwicklungen neuster Technologien verfolgen und deren Einsatz im unternehmensspezifischen Kontext analysieren (Voß, 2015, S. 64). Die Frage nach der Radio Frequency Identification (RFID) Technologie ist für den wissenschaftlichen Diskurs an dieser Stelle von besonderer Bedeutung, da sie ein hohes Innovationspotential bietet, indem verschiedenste Daten massenweise in Echtzeit übertragen und ausgelesen werden können und so sämtliche Prozesse vernetzt und äußerst effizient sowie transparent gestaltet werden können (Lehner et al., 2006, S. 252). Hieraus leitet sich ein signifikanter Vorteil gegenüber derzeitigen Identifikationstechniken, wie dem Barcode, ab, die zahlreiche manuelle Prozesse erfordern und somit deutlich fehleranfälliger und zeitaufwendiger sind als automatische Prozessabläufe, wie die unter Anwendung der RFID Technologie (Hahndorf, 2009, S. 19). Die vorliegende Bachelorthesis thematisiert die Prozessoptimierung durch Anwendung der RFID Technologie in einem Unternehmen der zusammenbauenden Industrie mit kundenauf2 tragsorientierter Serienfertigung.1 Die Prozesse Beschaffung und Produktion werden näher betrachtet und Herausforderungen sowie Chancen abgeleitet, um diese Prozesse mittels des Einsatzes der RFID Technologie effizienter zu gestaltet. Es wird lediglich die RFID Technologie als Instrument des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 betrachtet, da dieses für die Supply Chain, zu denen die Prozesse Beschaffung und Produktion gehören, die bedeutendste Entwicklung der letzten Jahrzehnte darstellt und das Potential für zahlreiche Verbesserungen entlang der Wertschöpfungskette durch Einsparung manueller Tätigkeiten, Vermeidung von Fehlern und Beschleunigung von Abläufen besitzt (Fleisch & Mattern, 2005, S. 177).

Kurzfassung auf Englisch:

The optimisation of processes is a central part of decision making in a business context with the aim to ensure a company’s economic competitiveness. The ability of applying process optimisation is a permanent responsibility, resulting in continuous or volatile improvement. This development comes along with the need to observe business innovations and methods used to optimise processes. Thereby typical concepts can prove to not lead to most effective and desirable outcomes. The given thesis examines the possibility to optimise processes by utilising RFID technology and discusses if its application is recommendable in a business’ purchasing and production process, considering arising challenges and potentials. The empirical investigation verified that, when using RFID instead of other methods, both processes can be optimised in favour of time duration, process transparency as well as failure and inventory minimisation. These facts lead to cost reduction and generate competitive advantages. However, to generate the given potentials it is necessary to ensure a case specific implementation, choosing a conforming hard- and software. Keeping in mind the costs, an implementation should only take place when being able to amortise by realising the named potentials. This will most likely be detected when a comprehensive use alongside the value chain is pursued. This topic is from special scientific interest since by RFID many companies are potentially able to optimise their processes, enabling the technologies advantages compared to classical systems used in purchasing and production, such as the barcode. These results were substantiated by statements of different experts having experience in the implementation of RFID systems as well as by use cases. The findings implicate a high probability of using RFID as an enabling technology for future process optimisation by providing the possibility to digitise and therefore reproduce processes in real time. However, it is the responsibility of experts with an RFID background to explain and promote the technology in favour of implementing possibilities as well as feasible advantages since the investigation showed that right now a comprehensive approach only takes place in certain industries.

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