Advance Care Planning in der Palliative Care von Kindern und Jugendlichen mit onkologischen Erkrankungen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Pflege und Management
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Onkologie , Palliativpflege , Kind , Jugend , Pflege
Freie Schlagwörter (Deutsch): Advanced Care
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Die Palliative Care von onkologisch erkrankten Jugendlichen in einer palliativen Situation ist noch nicht stark erforscht. Ein bestimmtes Konzept zur Intervention am Lebensende ist das Advance Care Planning. Es thematisiert das bewusste Planen und Festlegen von Entscheidungen am Lebensende. Ziele: Das Ziel der Arbeit ist, herauszufinden, ob verschiedene Belastungen, die bei Jugendlichen mit Krebserkrankungen auftreten, mit dem Konzept des Advance Care Plannings (ACP) reduziert werden können. Hierfür werden die Belastungen ausdifferenziert und im Hinblick auf physische, psychische und soziale Belastungen begutachtet. Die aktuelle Versorgung von Jugendlichen am Lebensende wird beschrieben. Das ACP wird ausführlich erklärt, um folglich die Ergebnisse aufzeigen zu können. Methodik: In einer systematischen Literaturrecherche werden Suchbegriffe durch das PIKO- Schema ausgewählt, kombiniert und Treffer in Bezug zur Fragestellung gescreent und ein- oder ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine Handsuche in Bibliotheken und eine sogenannte „quick and dirty“ Recherche. Die ergebnisrelevante Literatur wird bewertet. Ergebnisse: Die psychischen und sozialen Belastungen werden durch das ACP reduziert. Zu den physischen konnten keine Evidenzen der Belastungsreduktion gefunden werden. Besonders auffällig ist die Besonderheit der Altersgruppe der Jugendlichen. Sie müssen gesondert von Kindern und Erwachsenen in der Palliative Care sowie dem ACP begutachtet werden und benötigen eigene Studien und ACP- Strategien. Durch das Nutzen von ACP können Ängste von den Jugendlichen genommen werden. Sie werden in Entscheidungen, die ihr Lebensende beeinflussen, integriert und können auch in sozialen Aspekten unterstützt werden. Eine richtige Gesprächsführung durch Fachpersonal ist zentral, um der betroffenen Familie beratend und kompetent zur Seite zu stehen und das ACP mithilfe verschiedener Dokumente durchführen zu können. Fazit: Die flächendeckende und vollständige Implementierung von ACP ist in Deutschland notwendig, um das Konzept korrekt durchführen zu können. So können die Belastungen der Angst und sozialer Aspekte reduziert werden. Wichtig ist zudem die Bereitschaft Jugendlichen, um diese Intervention anzunehmen und sie nicht zusätzlich zu belasten. Finanzielle und personelle Ressourcen müssen geschaffen werden, um das ACP vollständig in das Gesundheitssystem einzugliedern, wie es in anderen Ländern bereits der Fall ist. Des Weiteren liegt ein hoher Forschungsbedarf vor.

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