Bedürfnisse von Sterbenden in der Finalphase aus Sicht der Pflegenden

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Pflege und Management
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Palliativpflege , Pflegepersonal , Bedürfnis
Freie Schlagwörter (Deutsch): Finalphase , Sterbende , Pflegende
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Problembeschreibung: Der demografische Wandel geht mit einer steigenden Zahl von Menschen einher, die in der Sterbephase versorgt werden müssen, sodass eine Auseinandersetzung mit der Sterbebegleitung notwendig ist. Das Krankenhaus ist in Deutschland der häufigste Sterbeort. Den Pflegenden wird in der Versorgung von Sterbenden aufgrund der Nähe zu den Patientinnen und Patienten die Hauptrolle zugeschrieben. Jedoch scheint die Versorgung von Sterbenden in der Praxis häufig mit Defiziten besetzt zu sein. Die pflegerische Versorgung von Sterbenden wird oft als unzureichend und unpersönlich beschrieben. Untersuchungsfrage: Aus der Problemlage resultieren folgende Fragen: Welche Bedürfnisse haben Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen in der Finalphase aus Sicht der Pflegenden? Wie erkennen Pflegende diese? Methodik: Nach einer systematischen Literaturrecherche und dem Schneeballsystem erfolgt die Literaturanalyse, um den Forschungsstand aufzuzeigen. Zusätzlich werden drei Experteninterviews mit Pflegenden aus dem Krankenhaus durchgeführt und analysiert. Schließlich werden die Untersuchungsfragen durch die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes und des Expertenwissens aus der Praxis umfassend beantwortet. Ergebnisse: Die Bedürfnisse von Sterbenden im Krankenhaus, die in der Literaturanalyse festgestellt wurden, stimmen größtenteils mit den Inhalten der Interviewanalysen überein. Dies verdeutlicht, dass die Pflegenden mit den Bedürfnissen von Sterbenden weitestgehend vertraut sind. Dennoch werden in der Literatur und den Interviews kaum konkrete Hinweise bezüglich des Erkennens von Bedürfnissen gegeben. Die befragten Pflegenden verwiesen eher darauf, was ihnen bei der Identifikation der Bedürfnisse helfe. Überdies stellten sich Restriktionen der Rahmenbedingungen als zentraler Punkt der Interviewanalysen heraus, wodurch die Bedürfnisse der Sterbenden weniger aktiv wahrgenommen werden. Schlussfolgerungen: Es sind weitere Untersuchungen bezüglich des Erkennens der Bedürfnisse von Sterbenden nötig. Ungeachtet dessen ist eine individuelle, würdevolle Pflege von Sterbenden nur bei Änderung der Rahmenbedingungen möglich. Folglich gilt es zu untersuchen, welche Maßnahmen notwendig sind, um eine Pflege zu ermöglichen, die den Sterbenden und Pflegenden gerecht wird.

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