Traumatherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) in Folge von sexueller Gewalt

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Pflege und Management
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Trauma , Therapie , Kind , Jugend , Posttraumatisches Stresssyndrom , Sexueller Missbrauch , Sexualität / Gewalt
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSB) stellt die häufigste Folge von sexuellem Missbrauch im Kindes- und Jugendalter dar. Trotz einer hohen klinischen Relevanz lässt sich die Versorgungslage der traumatisierten Kinder in Deutschland bislang als ungenügend und wenig evidenzbasiert beschreiben. Die Forschung steht dementsprechend in der Verantwortung, bezüglich der besonderen Belange der Betroffenen zur Verfügung stehende Therapieansätze auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen und deren Implementierung bei nachweisbarer Eignung zu fördern. International richtet sich der Fokus dabei zunehmend auf die „Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie“ (Tf-KVT) als wirksames Konzept bei Einbindung eines multiprofessionellen Teams. Im deutschsprachigen Raum ist die Tf-KVT bislang kaum verbreitet. Bezüglich des sich abzeichnenden Handlungsbedarfes in der ganzheitlichen Versorgung der Betroffenen ist das Ziel der vorliegenden Thesis die Überprüfung der Eignung der Tf-KVT sowie eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Aufgaben der Pflegenden im Kontext der Erkrankung und des Therapieansatzes. Methodisches Vorgehen: Es wird eine umfangreiche systematische Literaturrecherche in den Datenbanken „PubMed“, „Cinahl“ sowie „Google Scholar“ durchgeführt. Anschließend wird die gefundene Literatur auf ihre Qualität und Glaubwürdigkeit hin überprüft. Die nationale und internationale Studienlage zur Wirksamkeit der Tf-KVT wird herausgearbeitet. Im Anschluss werden die im stationären Setting bedeutsame Rolle der Pflegenden sowie bestehende Herausforderungen im Kontext der Therapie aufgezeigt und die Ergebnisse diskutiert. Ergebnisse: Für die ganzheitliche Versorgung der Betroffenen lässt sich bei der Tf-KVT eine signifikante Überlegenheit im Vergleich zu anderen Therapieformen feststellen. Die im stationären Setting wesentliche Einbindung von professionellen Bezugspersonen und die bestehenden Herausforderungen im Umgang mit den Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld unterstreichen die Bedeutung einer hochqualifizierten und evidenzbasierten Aus- und Weiterbildung für die Pflegenden. Schlussfolgerungen: Eine signifikante Verbesserung der Versorgungslage der Betroffenen in Deutschland bedingt die Umsetzung geeigneter Konzepte wie der Tf-KVT und die Weiterführung der Professionalisierung insbesondere auch im Bereich der psychiatrischen Pflege. Forschungsdesiderata bestehen in der Auseinandersetzung bezüglich besonders vulnerabler Gruppen innerhalb der Betroffenen sowie in der Aktualisierung von Leitlinien und Handlungsempfehlungen.

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