Glutamin als ernährungstherapeutische Maßnahme zurVerbesserung des Leaky Gut-Syndroms

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Glutamin , Darmkrankheit , Autoaggressionskrankheit , Diät
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die vorliegende Arbeit bietet eine Übersicht über den Einfluss der Aminosäure Glutamin auf das Phänomen einer gestörten intestinalen Barriere, das seit einiger Zeit auch als „Leaky Gut-Syndrom“bezeichnet wird. Der aktuelle Forschungsstand wurde mithilfe einer systematischen Literaturrecherche ermittelt. Die Zusammenhänge zwischen dem Leaky Gut-Syndrom und Glutamin werden anhand physiologischer und pathophysiologischer Grundlagen der Darmwand sowie der Wirkmechanismen von Glutamin erläutert. Der protektive Einfluss von Glutamin auf die Darmbarriere wird durch sogenannte Tight Junction-Proteine zwischen den Epithelzellen der Mukosa erklärt, die für selektive Transportvorgänge verantwortlich sind. Das Versagen der Tight Junctions führt zu einem unkontrollierten Einstrom von Toxinen und Substanzen in die Blutbahn, wodurch Entzündungsreaktionen ausgelöst und Krankheiten entwickelt werden können. Die Mehrzahl der 16 evaluierten Studien beweist eine Verbesserung der erhöhten Permeabilität durch Glutamin. Ein kleiner Teil der gesichteten Studien beschreibt eine neutrale Wirksamkeit, wobei auch bei erhöhter Dosierung keine Nebenwirkungen festgestellt wurden. Die Ergebnisse der Literaturrecherche bieten eine Grundlage für mögliche ernährungstherapeutische Behandlungsansätze, dennoch stellt sich die Gabe von Glutamin als Intervention zur Verbesserung des Leaky Gut-Syndroms als bislang noch wenig erforschtes Feld heraus. Aufgrund des therapeutischen Potentials von Glutamin und der Relevanz der Thematik sind weitere evidenzbasierte Studien nötig, um Zusammenhänge zu erschließen und ungeklärte Fragen klären zu können.

Kurzfassung auf Englisch:

The present bachelor thesis provides an overview of the effect of glutamine on an increased intestinal permeability, also known as “Leaky Gut Syndrome”. With the help of a systematic literature review the current state of research was investigated. Based on both physiological and pathophysiological principles, the relation between glutamine and the Leaky Gut Syndrome as well as the effect mechanisms on the intestinal barrier are explained. As the paracellular pathway between intestinal epithelial cells is regulated by Tight Junctions, their breakdown is associated with abnormal permeability and the flow of toxins and pathogens into the blood circulation, which may lead to inflammation and severe disease. Most of the reviewed studies suggest a significant improvement when using glutamine as an intervention. Despite the fact that some studies did not further prove a correlation between an increased permeability and glutamine, glutamine still serves as a safe and realizable method. In conclusion, the results of this literature review seem to hold a lot of potential and provide a basis for possible nutrition-related therapeutic interventions. However, more evidencebased studies are required to fully understand the influence of glutamine on a leaky gut.

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