Der Einsatz von Smartphone-Apps in der Adipositastherapie für Erwachsene - Eine systematische Literaturrecherche

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Fettsucht , Smartphone
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Prävalenz von Übergewicht einschließlich Adipositas in den meisten Ländern ist immer noch hoch und es stellt sich ein Problem der modernen Gesellschaft dar. Dies betrifft nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kinder und Jugendliche. Jedes Jahr wurden Millionen von Dollars ausgegeben und investiert, um die Epidemie von Übergewicht und Adipositas sowie die damit assoziierten Krankheiten zu beseitigen und verhindern. Die aktuellen Interventionen und Ansätze haben jedoch inhärente Einschränkungen und somit sind nicht langfristig durchfuhrbar. Es ist daher notwendig, um neue, geeignete, langfristig wirksame Ansätze zu finden, die viele Menschen erreichen und den Menschen engagieren und involvieren können. Die Entwicklung des neuen Mobilgeräts, das sogenannte Smartphone, mit einer Vielzahl von Funktionen, die durch verschiedene Apps für jede Art von Mobilgerät unterstütz werden, kombiniert mit einem breiten, umfangreichen Markt, könnte ein neuer und möglicher Ansatz zur Gewichtsreduktion für die moderne Gesellschaft sein. Das Anliegen dieser Arbeit in dieser Arbeit ist, um die Möglichkeit einer Interventionsmaßnahme durch Smartphone-Apps für die Behandlung von Adipositas und ggf. die Prävention sowie deren positive und negative Aspekte zu beurteilen. Schließlich werden Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Smartphone-Apps und für die Nutzung von Smartphones als unterstützende Maßnahmen abgeleitet. 11 Studien von der Datenbank „PubMed“ wurden in dieser Arbeit eingeschlossen, nachdem sie auf die Ein-und Ausschlusskriterien untersucht wurden. Identifiziert wurden zwei systematischen Reviews, acht randomisierten kontrollierten Studien (RCT), und eine Kohortstudie. Als Outcome-Variablen wurden bei allen Studien die Variablen Körpergewicht, BMI (Body Mass Index), Taillenumfang, und Körperfett gemessen. Darüber hinaus wurden zusätzlich die Akzeptanz und die Adhärenz der Teilnehmer analysiert. Alle außer zwei Studien zeigten keine Veränderung des BMIs und Körpergewichts. Außerdem wurde die Intervention mit Smartphone-Apps am häufigsten verwendet und von vielen akzeptiert, obwohl die Nutzungshäufigkeit im Laufe der Zeit abnahm. Es ist bekannt, dass höhere Adhärenz für die Selbstbeobachtung der Nahrungsaufnahme und Aktivitäten mit doppelt so viel Gewichtsverlust verbunden ist, was in vielen Studien bewiesen wurden. Es könnte ein proportionaler Zusammenhang zwischen dem Gewichtsverlust und der Nutzungshäufigkeit der Smartphone-Apps. Nutzer, die aktiv die Smartphone-App verwendet, verlieren mehr Gewicht im Vergleich zu den passiven Nutzern. Eine Personalisierung der Intervention wie Beratungsgespräche und individuelles Feedback ist genauso wichtig wie die häufige Selbstbeobachtung der Nahrungsaufnahme und Aktivitäten. Die Kombination von Beiden kann eine langfristige Gewichtsabnahme ermöglichen.

Kurzfassung auf Englisch:

The prevalence of overweight in most country is still high, and it is a problem for the modern society. Not only adults but also children nowadays are suffering from overweight. Every year millions of euros were allocated and invested to prevent the epidemic of overweight and other diseases associated with overweight. For years researchers have developed many kinds of interventions to take care of this epidemic. But then current approaches have inherent limitations and are not feasible in the long-term. It is therefore necessary to seek new approaches that are effective in the long-term, capable of reaching a wide range of people in order to involve and engage the individuals over extended periods of time. The development of a new mobile device, also known as smartphone, with wide variety of functions, supported by apps that can meet the variety of user´s needs and are designed and adapted for each type of mobile device, combined with a wide extensive market, could be considerable as a new and possible approach for weight reduction for the society. This paper aims to seek the effectiveness of the smartphones apps, whether it can be used as an adjunct for the already established nutrition counseling and their positive and negative aspects by using the apps. Furthermore, recommendation for using the app and how it should be used will be derived at the end of this paper. 11 Studies from the database “PubMed” were included in this paper after screened for the inclusion and exclusion criteria. There were two systematic reviews, eight randomized controlled trials, and one cohort study. Weight, BMI, waist circumference and body fat was measured in most of the studies. In addition, the acceptance and frequency of using the intervention were also analysed. All but two studies showed a reduction of body weight and BMI. Furthermore, the intervention using smartphones app were overall accepted by many users even though the frequency of use decreases over time. It is known that high adherence to self-monitoring of food intake is associated with twice as much weight loss and this were found in most studies included. There appeared to be a proportional relationship between weight loss and the frequency of use of the app. Users who actively use the app are most likely to lose more weight compared to passive users. Personalization of the intervention such as counselling and individualized feedback are as important as the frequent self-monitoring. Together they could achieve long term weight loss.

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