Erarbeitung eines Konzepts für die Fire and Rescue Force Tanzania anlässlich potenzieller Einsatzlagen in Zusammenhang mit Transporten von Uranoxidkonzentrat

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Uran, Transport, Gefahrstoff, Tansania
DDC-Sachgruppe: Technik

Kurzfassung auf Deutsch:

Seit dem Reaktorunglück 2011 in Fukushima infolge eines Tsunami, nahm der internationale Ruf der Kernkraft als unpopuläre gefährliche Technologie deutlich zu Dies hatte auch einen Verfall der Welturanpreise zur Folge. Inzwischen kündigt sich jedoch eine Renaissance der Kernenergie besonders im asiatischen Raum an. Somit dürfte der Bedarf an Rohstoff für die Kernbrennstoffgewinnung und deren Preise wieder ansteigen. Bereits 2022 könnten der Fire and Rescue Force Tanzania mit möglichem Beginn des Uranerzabbaus im Land umfangreiche neue Herausforderungen bevorstehen. Durch die Transporte des Abbauprodukts Uranoxidkonzentrat, umgangssprachlich auch Yellow Cake genannt, werden umfangreiche Vorbereitungen auf potenzielle Einsatzlagen, mit dem bisher unbekannten Gefahrstoff notwendig. Da der gesamte Fachbereich Gefahrgut bei der Fire and Rescue Force große Defizite aufweist, werden anhand dieser Arbeit Maßnahmenvorschläge zur Vorbereitung auf solche Einsatzlagen erarbeitet. Der Umfang wird auf eine beispielhaft ausgewählte, zukünftig wahrscheinliche Transportstrecke begrenzt. Festzustellen ist, dass in Tansania bereits die Grundlage der allgemeinen Gefahrenabwehr durch die Fire and Rescue Force, nicht zuletzt aus finanziellen Gründen, große Lücken aufweist. Zur Erstellung des Konzepts dieser Arbeit werden Befragungen von Personen mit Fachexpertise, die Erfahrungen des Autors und internationale Empfehlungen insbesondere der IAEA genutzt. Zentrale Ergebnisse sind die Errichtung mindestens eines zusätzlichen Standortes an der Beispielstrecke, eine personelle und materielle Grundausstattung der allgemeinen Einsatzeinheiten sowie spezialisierte Ausbildungen auf verschiedenen Ebenen. Über diese Arbeit hinaus könnten die erarbeiteten Empfehlungen unter Berücksichtigung der individuellen Umstände auch auf andere Transportszenarien innerhalb Tansanias übertragen und dazu erweitert werden. Zusätzlich wird der Aufbau von überregionalen Spezialeinheiten für Gefahrgut der Fire and Rescue Force und eines landesweiten behördlich-privatwirtschaftlichen Spezialkräfte- und Beratungsnetzwerkes thematisiert. Diese könnten einen Ansatz für eine ganzheitliche landesweite CBRNE-Gefahrenabwehr bilden. Letztendlich kommt der Autor zu dem Schluss, dass eine Vorbereitung auf solche Einsatzlagen in Bezug auf Tansania, als Entwicklungsland mit geringem Staatshaushalt, nicht komplett kostenarm gestaltet werden kann. Auch wenn empfohlen wird, umfangreiche Kosten den lageverursachenden Unternehmen zuzuschreiben, wird der tansanische Staat in Zukunft deutlich stärker in die Fire and Rescue Force investieren müssen. Hierzu wird neben der Unternehmensbeteiligung vorgeschlagen, Staatseinnahmen zweckgebunden in das Budget der Fire and Rescue Force zu leiten. Neben schwierigen landesspezifischen Voraussetzungen konnte in diese Arbeit keine intensive Kooperation und Unterstützung mit den betreffenden tansanischen Behörden einfließen.

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