Untersuchung der Auswirkungen der Ökodesign-Richtlinie und der EnEV auf den Energiebedarf von RLT-Anlagen in Nichtwohngebäuden

URL
Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Umwelttechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Auswirkung , Ökologie , Produktgestaltung , Design , Richtlinie , Energieeinsparverordnung, 2007 , Energiebedarf , Nichtwohngebäude , Zweckbau
DDC-Sachgruppe: Ingenieurbau und Umwelttechnik

Kurzfassung auf Deutsch:

Nationale und internationale Regelungen sollen die Folgen der anthropogenen Klimaschäden mindern. Dazu werden auf Bundes- und EU-Ebene rechtskräftige Verordnungen erlassen, die parallel und unabhängig voneinander erfüllt werden. Ziel dieser Untersuchung ist es, herauszufinden, in welchem Maße die politischen Instrumente – die EnEV und die Ökodesign-Richtlinie (ErP) – den Energiebedarf von RLT-Anlagen in Nichtwohngebäuden reduzieren können und ob dadurch ein signifikanter Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Um die Auswirkungen zu untersuchen, wird in dieser Bachelorarbeit eine durchschnittliche RLT-Anlage aus dem Jahr 2005 betrachtet, die vor den Verordnungen ausgelegt wurde. Die Analyse der EnEV und ErP ergibt, dass aus den Verordnungen insgesamt acht Anforderungen an die RLT-Anlage resultieren. Diese richten sich direkt oder indirekt an den elektrischen Energiebedarf der Ventilatoren. Diese Anforderungen werden chronologisch an die Referenzanlage angewandt und der neue Energiebedarf berechnet. Das Ergebnis der Berechnung ist, dass die Referenzanlage 30 % des Energiebedarfes einsparen kann. Dabei stellt sich heraus, dass dies zu 91 % durch die Anforderung der EnEV geschieht. Der Grund, weshalb die ErP nur 9 % der Einsparung ausmacht, kann einerseits am hohen Stand der Technik in Deutschland und andererseits an den zu niedrigen Anforderungen der EU ausgemacht werden. Die Schlussfolgerung ist, dass durch das Erreichen besserer Effizienzen der Energiebedarf von RLT-Anlagen erheblich reduziert werden kann, ohne dass es zu Einbußen bei der Luftqualität kommt. Die Untersuchung hat jedoch auch ergeben, dass das Potenzial der Energieeinsparung – insbesondere das der ErP – noch nicht ausgeschöpft ist und es einen Bedarf gibt, die Anforderungen weiter zu verschärfen.

Kurzfassung auf Englisch:

National and international regulations are designed to mitigate the impact of the anthropogenic climate change. To this end, legally binding regulations are enforced at federal and EU level, which complement each other concurrently and independently. The aim of this study is to determine in what extent the political instruments - the German Energy Saving Ordinance (Energieeinsparverordnung, EnEV) and the Energy related Products Directive (ErP) – can reduce the energy demand from HVAC systems in non-residential buildings and whether a significant contribution to the climate protection can be achieved. In order to examine the effects, this Bachelor thesis has considered an average HVAC system for non-residential buildings from 2005 which was designed previous to the regulations. The analysis of the Energy Saving Ordinance and the ErP shows that a total of eight relevant requirements for the HVAC system result from the decrees of the national and international regulations. These requirements are all directly or indirectly addressed to the energy demands of the fan unit and are applied chronologically to the reference HVAC system in order to calculate the new energy demand. The result of the calculations is that the reference system can save up to 30 % of the energy demand, 91 % of it due to the requirements of the Energy Saving Ordinance. The reason why the ErP can only save 9 % of that energy can be attributed on one hand to the high technology standards in Germany and on the other hand, to the low requirements of the EU. The conclusion is that by achieving better efficiencies, the electrical energy demands from HVAC systems can be significantly reduced without losing any air quality. However, this investigation has also shown that the potential for energy saving, in particular the potential of the ErP, has not yet been fully tapped and there is still a need to further intensify the requirements.

Hinweis zum Urheberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.