Explorative Untersuchung über Chancen und Risiken der Präexpositionsprophylaxe im Bereich der HIV-Primärprävention bei Männern, die Sex mit Männern haben

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Erforschung , Exploration , Zufall , Risiko , Wagnis , Exposition , Prävention , Primärprävention , HIV-Infektion , HIV-Infizierter , HIV , Aids , Hom
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die folgende Arbeit umfasst die explorative Untersuchung der Präexpositionsprophylaxe durch das Medikament Truvada® im Bereich der HIV-Primärprävention bei Männern, die Sex mit Männern haben in Hamburg. Für die Etablierung neuer medizinischer Therapien bedarf es im Allgemeinen ausgiebiger Studien, um Prozesse, Einsatz und Weiterentwicklung von Medikamenten zu optimieren. Diese Bachelorarbeit trägt dazu bei, den Einsatz dieser spezifischen Präexpositionsprophylaxe zu beleuchten und dessen Einsatz zu optimieren. Die Medizin sieht sich einem ständigen Aktualisierungsprozess ausgesetzt. Dieser gewährleistet das Wachsen zunehmender gesundheitlicher Sicherheit der Zivilbevölkerung durch die Optimierung von Therapieansätzen und der Ausweitung des kurativen Behandlungsangebots. Gleichzeitig bedarf es einer Überprüfung, ob die in dem jeweils einzusetzenden Therapiegebiet neu entwickelten Medikamente tatsächlich mehr Erfolg ausmachen. Seit Oktober 2016 ist die Präexpositionsprophylaxe auf dem deutschen Arzneimittelmarkt zugelassen. Sie verspricht erstmalig durch die tägliche Medikamenteneinnahme von Truvada® prophylaktisch gegenüber HIV zu wirken. Der Einsatz von Truvada® ist jedoch umstritten, da gängige Präventionsmittel ebenfalls einen guten Schutz vor HIV bieten und hierbei deutlich geringere Nebenwirkungen zu verzeichnen sind (Avert, 2017). Diese Ausarbeitung versucht das Potenzial der Präexpositionsprophylaxe objektiv zu beurteilen. Dafür werden eine Literaturrecherche und aggregierte Daten, die aus verschiedenen qualitativen Interviews gewonnen wurden, hinzugezogen und anschließend hinsichtlich der verschiedenen Erfolgsfaktoren aber auch der möglichen Schwierigkeiten ausgewertet. Dabei wurde festgestellt, dass der Präexpositionsprophylaxe ein großes Potenzial zugesprochen wird, deren Einsatz durch verschiedene Rahmenbedingungen jedoch erschwert werden. In klinischen Studien konnte bewiesen werden, dass der HIV-Schutzeffekt von Truvada® bei einer hohen Adhärenz, mit dem Schutzeffekt eines Kondoms gleichzusetzen ist. Gleichzeitig konnten durch diese Arbeit auch Probleme identifiziert werden, die den Einsatz der Präexpositionsprophylaxe erschweren. Mit Identifizierung der Aspekte, die den Einsatz der Präexpositionsprophylaxe erschweren, wurden zudem konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet. Diese Arbeit versteht sich als eine Orientierung, die den Ist-Zustand beleuchtet und anhand dessen versucht wird, den Einsatz der Präexpositionsprophylaxe weiter zu optimieren.

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