Mögliche Effekte diätetischer Interventionen oder Supplementierung auf den klinischen Verlauf des Polyzystischen Ovarialsyndroms

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Wirkung , Diät , Ernährung , Intervention , Stein-Leventhal-Syndrom , Eierstockkrankheit
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist mit einer Prävalenz von 5-10% die häufigste Endokrinopathie von Frauen im gebärfähigem Alter. Die chronische Erkrankung zeichnet sich neben Anovulation und Hyperandrogenismus vor allem durch das Auftreten randständiger wachstumsgestörter Follikel im Ovar aus. Trotz der bislang ungeklärten pathophysiologischen Ursachen ist bekannt, dass es sich bei dem Syndrom um eine multifaktorielle Erkrankung handelt, die auf komplexen, metabolischen Wechselwirkungen basiert. Ernährung hat einen direkten Einfluss auf den klinischen Verlauf des PCOS, jedoch gibt es derzeit keine spezifischen Empfehlungen für Betroffene. Methode: Im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, Science direct und ResearchGate wurde die aktuelle Studienlage zu möglichen Ernährungsempfehlungen und Supplementationen beim PCOS analysiert. Ergebnisse: Die Auswertung 53 relevanter Studien konnte bestätigen, dass eine Ernährungsumstellung sowie der Einsatz von Supplementen einen Einfluss auf die Androgene, die Ovulationsrate und zahlreiche Blutparameter haben. Ein Großteil der PCOS-Patientinnen kann besonders von einer Gewichtsreduktion profitieren. Aber auch das zeitliche Planen von Mahlzeiten sowie der Einsatz einiger Supplemente können eine Linderung versprechen. So hatten niedrig glykämische Diäten und die Einnahme von Zink und/oder Chrom einen positiven Effekt auf das Syndrom. Schluss: Eine spezifische Diät für das PCOS konnte aufgrund der unzureichenden Studienlage, der ungeklärten Krankheitsursache sowie der Heterogenität der Erkrankung nicht gefunden werden. Zukünftige evidenzbasierte Studien sollten folgen um präzisere Ernährungsempfehlungen aussprechen zu können.

Kurzfassung auf Englisch:

Background: The polycystic ovary syndrome (PCOS) is the most common endocrinologic disease in women in reproductive age. The chronic syndrome is characterized by anovulation, hyperandrogenism and appearance of growth-disturbed follicles in the ovaries. Despite the unclear physiological cause, it is established that the syndrome is a multifactorial disease based on complex, metabolic interactions. Nutrition has a direct impact on the clinical progression of PCOS. Currently there are no specific dietary recommendations for patients suffering from PCOS. Method: Through a systematic research by using the databases PubMed, Science direct and ResearchGate the influence of possible nutritional recommendations and supplementations on women with PCOS was analyzed. Results: The analysis of 53 relevant studies confirmed that dietary changes and/or the use of dietary supplements can have an influence on androgens, ovulation and numerous blood parameters. A large proportion of PCOS patients can benefit from dietary weight reduction. The scheduling of meals and the use of some individual supplements can promote relief. In addition, a low glycemic diet and the supplementation of zinc and / or chromium had positive effects on the syndrome. Conclusions: A specific diet for PCOS could not be found because of the current, insufficient study situation, the unknown disease cause as well as the heterogeneity of the syndrome. Future evidence-based studies should follow to provide more precised nutritional recommendations.

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