Risikoanalysen im Bevölkerungsschutz - Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Durchführung von Risikoanalysen auf den nordfriesischen Inseln und Halligen sowie auf der Hochseeinsel Helgoland

URL
Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Risikoanalyse , Zivilschutz , Zivilverteidigung , Entwicklung , Handlung , Empfehlung , Nordfriesische Inseln , Halligen , Helgoland
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialdienste, Versicherungen

Kurzfassung auf Deutsch:

Die stetige Veränderung von Gefahrenlagen in unserer immer komplexer werdenden Gesell-schaft sowie die Zunahme des Bewusstseins hinsichtlich bestehender Gefahren und Risiken macht es immer mehr erforderlich, auf allen Verwaltungsebenen professionelle Risikoanalysen durchzuführen und sich angemessen auf Schadenslagen vorzubereiten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwarf eine einheitliche Vorgehensweise zur Durchführung von Risikoanalysen im Bevölkerungsschutz auf kommunaler Ebene, in deren Zentrum ein gemeinschaftlicher Analyseworkshop steht. Die Insel- und Halligkonferenz ist ein eingetragener Verein, in denen die 26 Gemeinden und eine Stadt der nordfriesischen Inseln und Halligen, sowie die Hochseeinsel Helgoland vertreten sind. Gemeinschaftlich engagieren sie sich für die Belange ihrer Region und haben sich 2015 dazu entschlossen, das Risiko- und Krisenmanagement angesichts ihrer besonderen geogra-phisch exponierten Lage weiterzuentwickeln. Die Bachelorthesis hatte zum Ziel, erste Erfahrungen zur Durchführung von Risikoanalysen nach der aktuellen Methode vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf den Inseln und Halligen zu sammeln und Handlungsempfehlungen für zukünftige Risikoanaly-sen auszusprechen. Mittels einer Pilot-Risikoanalyse, mit dem Fokus auf einen Analyse-workshop, und unter Berücksichtigung der örtlichen Bedarfe und Anforderungen der einzelnen Inseln und Halligen wurden erste Erkenntnisse zur Umsetzbarkeit von Risikoanalysen erlangt. Mit der Anwendung der Methode wurden neben Erkenntnissen zu Schadensszenarien und bestehenden Defiziten der betrachteten Gebietskörperschaft auch weitere Ziele der Risikoana-lyse im Hinblick auf ein modernes und integratives Risiko- und Krisenmanagement erreicht. In dem Analyseworkshop wurden aber auch Schwierigkeiten in der Umsetzung erkennbar. Diese sind maßgeblich auf die bestehende Komplexität der Methode, als auch auf eine fehlerhafte Umsetzung zurückzuführen. In der Auseinandersetzung mit den Gemeinden und Ämtern stellte sich heraus, dass Risikoanalysen in dem von der Methode vorgegebenen Aufwand nicht allum-fassend realisierbar sind. Die Bachelorarbeit hält die Erfahrungen des Pilotprojektes fest und spricht auf Grundlage der Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der Umsetzbarkeit auf den Inseln und Halligen Emp-fehlungen für zukünftige Risikoanalysen aus. Die Durchführung des Analyseworkshops bot sich als eine gewinnbringende Veranstaltung dar. Dahingehend ist die zentrale Empfehlung dieser Arbeit, solche Analyseveranstaltungen in einem angemessenen aber realisierbaren Rahmen zu etablieren und regelmäßig durchzuführen.

Kurzfassung auf Englisch:

Constantly changing hazard situations in our increasingly complex society, added to rising awareness of existing dangers and risks make it ever more necessary to carry out professional risk analyses at all levels of administration and to take appropriate preparatory measures for dangerous situations. The Federal Office of Civil Protection and Disaster Assistance (Bun-desamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) has drafted standard procedures for ex-ecution of risk analyses for civil protection at local authority level, focussing on a communal analysis workshop. The Island and Hallig Conference (Insel- und Halligkonferenz) is a registered association representing 26 communities and one town on the North Friesian islands and Halligen (small tidal islands of Schleswig-Holstein), and the open sea island of Heligoland. The association members are involved in their region´s affairs, and in 2015 they decided to develop risk and crisis management in view of their very exposed geographical location. The goal of the bachelor thesis is to gain initial experience in the implementation of risk anal-yses on the islands and Halligen using the current methods applied by the Federal Office of Civil Protection and Disaster Assistance, and to make recommendations for action with respect to future risk analysis. Using a pilot risk analysis concentrating on an analysis workshop and taking into account local requirements and challenges faced by the individual islands and Halligen, initial insight was gained into the viability of risk analyses. Upon application of the method, information was gathered on damage scenarios and existing deficits in the regional authorities studied, and further goals of risk analysis achieved with regard to modern, integrative risk and crisis management. Difficulties encountered during implementa-tion became obvious during the analysis workshop. These are due in large part to the existing method complexity and to defective realisation. Discussions held with the local authorities and bodies showed that overall realisation of risk analyses is not possible with the outlay specified by the method. The bachelor thesis records the experiences made during the pilot project, using the insights gained to make recommendations for future risk analyses, whilst considering feasibility levels for the islands and Halligen. The analysis workshop was a productive event. To this end, the central aim of this work is to recommend the establishment of this type of analysis event in an appropriate, yet viable framework, to be held on a regular basis.

Hinweis zum Urheberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.