Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum im mittleren Lebensalter und dem Risiko, an Demenz zu erkranken

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Alkoholkonsum , Alkoholmissbrauch , Alkoholismus , Lebensalter , Risiko , Demenz , Hirnkrankheit
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Einleitung: Der demographische Wandel hat zur Folge, dass ältere Menschen einen immer größeren Anteil in der Bevölkerung ausmachen. Besonders stark kann dies bei den über 80- Jährigen verzeichnet werden (Nowossadeck, 2013, S. 1040). Dadurch wird es auch immer mehr Menschen mit Demenz geben (Leicht & König, 2012, S. 677), da diese Erkrankung hauptsächlich im höheren Alter auftritt (Neubart, 2018, S. 123f.). Es ist bereits bekannt, dass übermäßiger Alkoholkonsum auch Schäden des Gehirns auslösen kann (Harper, 2009, S. 136). Der riskante Alkoholkonsum, bei Männern mehr als 20 g und bei Frauen mehr als 10 g reiner Alkohol pro Tag, hat in der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen die höchste Prävalenz (Lange, Manz & Kuntz, 2017, S. 69). Aufgrund dieser Problematik beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Fragestellung, ob Alkoholkonsum im mittleren Lebensalter das Risiko, an Demenz zu erkranken, beeinflusst. Ziel der Untersuchung ist es, herauszufinden, ob Alkoholprävention im mittleren Lebensalter speziell gegen Demenz notwendig ist und wo die Forschung zum Thema des Zusammenhangs zwischen Alkoholkonsum und Demenz steht und auf welchen Gebieten weitere Forschung betrieben werden könnte. Methoden: Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, PubPsych und BASE angewendet. Es wurde speziell nach Meta-Analysen und Reviews gesucht. Ergebnisse: In den insgesamt vier gefundenen Meta-Analysen und Reviews waren die Ergebnisse nicht einheitlich. Jedoch überwiegt die Aussage, dass leichter-moderater Alkoholkonsum im Vergleich zu Alkoholabstinenz einen protektiven Effekt auf das Demenzrisiko ausübt, während exzessiver Alkohol wiederum das Risiko erhöht. Diskussion: Somit überwiegt die Erkenntnis, dass leichter-moderater Alkoholkonsum mit dem geringsten Risiko für Demenz assoziiert ist. Jedoch gibt es einige Limitationen, weshalb die Ergebnisse kritisch betrachtet werden sollten. So zum Beispiel, dass auch ältere Personen über 65 Jahren eingeschlossen waren, dass der Alkoholkonsum in den verschiedenen Studien auf unterschiedliche Art und Weise gemessen wurde oder dass nicht alle weiteren Faktoren, die ebenfalls das Demenzrisiko beeinflussen können, berücksichtigt wurden. Fazit: Es konnte herausgefunden werden, dass Alkohol eine bedeutende Rolle bezüglich des Demenzrisikos spielt. Jedoch wurde in den Meta-Analysen und Reviews nur die Alkoholmenge betrachtet. Es wäre interessant, weiter nach den Auswirkungen verschiedener Trinkgewohnheiten oder der Wirkung unterschiedlicher alkoholischer Getränke zu forschen.

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