Plastikwahn im Bio-Regal: Verpackung von Bio-Obst und –Gemüse in Plastik

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Plastik , Wahn , Bio-Produkt , Verpackung , Obst , Gemüse
DDC-Sachgruppe: Hauswirtschaft und Familienleben

Kurzfassung auf Deutsch:

Der Plastikkonsum und die damit assoziierten Umweltbelastungen und Gesundheitsgefahren nehmen in der öffentlichen Diskussion aktuell ein breites Feld ein. Plastik ist allerdings ein beliebtes Packmittel in der Lebensmittelindustrie – auch im Bereich Obst und Gemüse. Obwohl diese Produkte von Natur aus bereits „verpackt“ sind, wird die Plastikverpackung immer beliebter – vor allem bei Bio-Erzeugnissen, die eigentlich mit Nachhaltigkeit werben. Das liegt vor allem daran, dass die Plastikverpackung eine sichere und eindeutige Bio-Kennzeichnung gewährleistet. In einem Marktcheck wurde die Verpackungshäufigkeit von Obst und Gemüse ermittelt: im Schnitt werden 67% der Bio-Erzeugnisse verpackt angeboten, während konventionelle Ware durchschnittlich nur zu 58% eingepackt ist. Die Verpackungshäufigkeit unterscheidet sich zudem je nach LEH-Geschäft signifikant. Das Problem der Plastikflut betrifft jedoch nicht nur die Öko-Produkt-Linie der Obst- und Gemüse- Auslagen. Auch konventionelle Ware wird in Massen eingepackt. Es existieren bereits eine Reihe verschiedener umsetzbarer Lösungskonzepte, um den Plastikwahn zukünftig bewältigen zu können. Hierfür sind grundlegende Transformationen im LEH und bei Kunststoffherstellern genauso wichtig wie die Verhaltensänderung der Verbraucher.

Kurzfassung auf Englisch:

The negative side effects of the production and consumption of plastic is becoming increasingly evident. Plastic consumption is related to ecological damage and health issues for all living beings. Nevertheless, it is a wide spread material for food grade packaging. It is likewise used for the packaging of organic fruits and vegetables – even though they come in their own natural “wrapping”. This is a highly controversial fact, considering organic labels imply sustainability in all ranks. The main reason for the highly prevalent packaging of organic fruits and vegetables is to make sure, the unambiguous differentiation between organic and conventional products by the bio-label is given. Through a market research, the incidence of plastic packaging of fruits and vegetables was investigated: 67% of the organic fruit and vegetables were wrapped on average, while only 58% of the not organic produces were packed in plastic. Furthermore, the incidence of plastic packaging varied highly depending on the distinct food retailers. However, the copious and wasteful wrapping does not only affect organic produces – also conventional cultivated fruits and vegetables are packed at a high rate. There are already several practical approaches to solve this plastic threat. Primarily food retailers, plastic producers and consumers must realize their capacity and take on responsibility for this serious issue to make a change.

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