Stigmatisierungserfahrungen und Bewältigungsstrategien von Menschen mit einer Bipolaren Störung

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Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Stigmatisierung , Erfahrung , Bewältigung , Mensch , Manisch-depressive Krankheit
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Menschen mit einer psychischen Erkrankung sehen sich häufig einer doppel-ten Problematik ausgesetzt. Einerseits müssen sie die Symptome der Erkrankung wie beispielsweise Angstzustände oder Stimmungsschwankungen bewältigen. Andererseits werden Menschen mit einer psychischen Erkrankung noch immer stigmatisiert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Betroffenen die negativen Vorurteile gegenüber ihrer Erkrankung übernehmen, gegen sich selbst wenden und sich somit selbst stigmatisieren (vgl. Rüsch et. al. 2004). Der aktuelle Forschungsstand zeigt auf, dass insbesondere die-jenigen psychischen Erkrankungen, die eine Störung des Gemütszustandes darstellen, wenig erforscht sind. Zu diesen Erkrankungen zählt u.a. die Bipolare Störung (vgl. La-zowski et al. 2012). Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Arbeit die Stigmatisie-rungserfahrungen und Bewältigungsstrategien von Menschen mit einer Bipolaren Störung untersucht. Methode: Im Rahmen dieser qualitativen Studie wurden fünf ExpertInneninterviews mit LeiterInnen von Selbsthilfegruppen sowie PeerberaterInnen und fünf problemzentrierte Interviews mit TeilnehmerInnen einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit einer Bipolaren Störung durchgeführt. Die erhobenen Daten dieser beiden Interviewformen wurden sepa-rat voneinander zusammenfassend inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Bipolare Störung unbekannt in unserer Gesellschaft ist und Betroffene teilweise belastende Erfahrungen mit ihren Mit-menschen machen. Die StudienteilnehmerInnen berichten von Erfahrungen in Bezug auf die folgenden Kategorien: Öffentliche Stigmatisierung, Selbststigmatisierung, antizipierte Stigmatisierung, strukturelle Stigmatisierung und den jeweiligen Bewältigungsstrategien und -ressourcen. Als eine sehr wesentliche Bewältigungsressource bei verschiedenen Stigmatisierungserfahrungen erwies sich die Selbsthilfegruppe. Diskussion: Die Stigmatisierung scheint noch immer eine zweite zusätzliche Belastung für Menschen mit einer Bipolaren Störung darzustellen. Dieser Thematik muss in unserer Gesellschaft eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden, um Betroffene von der Stigmatisierung zu entlasten.

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