Wissenschaftlicher Erkenntnisstand zum Risiko einer Lärmschwerhörigkeit bei Orchestermusikern

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Naturwissenschaftliche Erkenntnis , Lärmschwerhörigkeit , Orchestermusiker , Orchestermusikerin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Gesundheit ist für Musiker ein ganz besonderes Gut, denn Gesundheit schafft die Voraussetzung Musik in ihrer Fülle und Intensität zum Klingen zu bringen. Bei professionellen Musikern sichert die Gesundheit ebenso die berufliche Existenz. Nicht nur Arbeitnehmer, sondern vor allem Berufsmusiker, sind gehörschädigendem Lärm durch Schall ausgesetzt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Orchestermusik als eine potenziell schädigende Ursache für eine Lärmschwerhörigkeit bei Orchstermusikern zu betrachten ist. Eine wesentliche Grundlage für die Literaturarbeit bietet die Publikation von Richter et al. 2011, „Gehörschutz bei Musikern“. Hier werden zur Frage des Gesundheitsrisikos bereits Quellen gesichtet. Aus diesem Pool werden die Studien ausgewählt, von denen hinsichtlich des Studiendesigns, der Menge und Zusammensetzung des Probandenkollektivs, der Expositionszeit, der Schalldruckmessungen und der Audiometrie Befunde analysiert werden. Weitere aktuelle Studien zum Themenfeld werden durch die Autorin komplettiert. Zur Beantwortung der Fragestellung werden 41 Studien herangezogen. Nach der Filterung durch festgelegte Kriterien verbleiben somit 13 Studien. Dabei sprechen fünf Studien für ein erhöhtes Risiko und sieben gegen ein erhöhtes Risiko im Bezug auf die Entstehung einer Lärmschwerhörigkeit bei Orchestermusiker. Die derzeitige Studienlage ist in ihren Ergebnissen sehr widersprüchlich. Auch wenn es zu keiner einheitlichen Stellungnahme des Vorliegens einer Lärmschwerhörigkeit bei Musikern kommen kann, ist festzuhalten, dass in den meisten Orchestern der Expositionspegel von 85 dB (A) überschritten wird. Die Häufigkeit von musikermedizinischen Problemen macht deutlich, dass präventive Maßnahmen dringend erforderlich sind.

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