Einführung der massiven Holzbauweise im Zuge der Novellierung der Hamburgischen Bauordnung - Brandschutztechnische Sicherheitsbetrachtung über die Verwendung von Vollholzprodukten in Wohngebäuden der Gebäudeklasse 5

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Einführung , Holzbau , Bauweise , Rechtsreform , Bauordnung , Brandschutz , Technik , Sicherheit , Vollholz , Holz , Holzprodukt , Haus , Gebäude
DDC-Sachgruppe: Architektur

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Bevölkerungsdichte in Großstädten nimmt stetig zu. Dem damit einhergehenden Mangel an Wohnraum soll durch urbane Nachverdichtung in Form von Dachaufstockungen oder -aus-bauten entgegengewirkt werden, aber auch ökologisches Bauen im mehrgeschossigen Woh-nungsbau steht im Fokus der Bauherren. Dabei wird der Baustoff Holz immer attraktiver. In Deutschland werden hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt, wodurch die derzeit geltenden präskriptiven Vorschriften der Bundesländer insbesondere für höhere Gebäude ein Hindernis für derartige Bauvorhaben darstellen. Dabei ist Holz als Baustoff in anderen Ländern bereits etabliert. Die Freie und Hansestadt Hamburg folgt den Forderungen nach einer Verbes-serung der Wohnraumsituation sowie nach innovativen und nachhaltigen Bauweisen und nimmt, neben dem Land Baden-Württemberg, den Trend mit der Novellierung der Hamburgi-schen Bauordnung in 2018 auf. Damit können Gebäude in Hamburg erstmals bis zu einer Höhe von 22 m in Holz realisiert werden. Im Allgemeinen werden die brandschutztechnischen Fakto-ren bei der Diskussion über die Verwendung kaum erläutert. Der Einsatz von Holz als brennba-rem Baustoff ist jedoch grundsätzlich unter brandschutztechnischen Aspekten in Bezug auf die Sicherheit im Brandfall kritisch zu diskutieren. Diese erforderliche Sicherheitsbetrachtung ist nicht ausschließlich für die Baugenehmigungsbehörden relevant, auch die Feuerwehr Hamburg setzt sich mit dieser Thematik auseinander. Durch die Zusammenarbeit der Behörden und die unterschiedlichen Betrachtungsweisen ist die Motivation für diese Bachelorarbeit entstanden. Um die bauordnungsrechtlichen sowie brandschutztechnischen Aspekte gleichermaßen zu be-trachten, wurden die Stärken und Schwächen, aber auch die Chancen und Risiken, die in Bezug auf den Brandschutz mit der Novellierung der Hamburgischen Bauordnung einhergehen, in ei-ner SWOT-Analyse zusammengefasst und ausgewertet. Dabei wurde deutlich, dass sich die massive Holzbauweise im mehrgeschossigen Wohnungsbau zunächst etablieren muss und Prä-zisierungen hinsichtlich der baulichen Ausführungen fehlen, um vor allem Brände innerhalb von Konstruktionen ausschließen zu können. Insbesondere dieser Faktor ist bei der Sicherheitsbe-trachtung von großer Bedeutung, da keine Kompromisse hinsichtlich der Verringerung der in Deutschland vorhandenen Sicherheitsstandards eingegangen werden dürfen.

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