Einfluss maternaler Essstörung auf das Essverhalten ihrer Kinder

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Essstörung , Mutter , Essgewohnheit , Kind
DDC-Sachgruppe: Hauswirtschaft und Familienleben

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Essstörungen (ED) betreffen mit einer Prävalenz von ca. 1,4% vor allem Frauen. Anhand dieser systematischen Ausarbeitung soll der Zusammen-hang von mütterlicher ED und die Entwicklung von kindlichem gestörten Essverhal-ten analysiert werden. Dabei wurden besonders die Folgen auf die Kinder analysiert wie Anthropometrie, Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffäligkeiten, Fütterungs-stil, Mahlzeitenbezogeneinteraktion, Ernährungsmuster, Stillen und Einführung fes-ter Nahrung. Methode: Unter Verwendung der wissenschaftlichen Datenbanken PubMed, Sci-ence Direct und psycINFO wurden 23 relevante Studien gefunden. Dafür wurden die Keywords „maternal eating-disorder AND children“ kombiniert. Ergebnisse: Maternale ED kann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu gestörtem Essverhalten bei den Kindern führen. Weitere Folgen einer mütterlichen ED sind Entwicklungs- und Verhaltensstörungen. Die Daten zur Anthropometrie waren nicht eindeutig. Ein einheitlicher restriktiver oder zwanghafter Fütterungsstil durch Mütter mit ED konnte nicht bestätigt werden. Zudem konnten keine Unterschiede im Stillen und der Einführung fester Nahrung erfasst werden. Die Ernährung der Kinder von Müttern mit ED schien gesünder zu sein als die Kinder von Müttern ohne ED. Wäh-rend der Fütterung fühlten sich die Mütter mit ED unbehaglich und empfanden es als unangenehm. Fazit: Maternale ED kann zu gestörtem Essverhalten und zu Entwicklungs- und Verhaltensstörungen führen. Dementsprechend sollten Frauen vor der Schwanger-schaft über Konsequenzen mütterlicher ED aufgeklärt werden, um bestehende ED vorzeitig zu behandeln. Dennoch sollten weitere Studien folgen, um eine eindeutige Ursachenquelle von kindlichen ED und Entwicklungs- und Verhaltensstörungen zu identifizieren und potentielle Störfaktoren zu eliminieren.

Kurzfassung auf Englisch:

Background: Eating disorders (ED) are with a prevalence of 1,4% more common in women. Therefore, this systematic review evaluates recent studies about the in-fluence of maternal ED and the development of ED in their children. Furthermore, the consequences of maternal ED on the children had been analyzed such as de-velopment disorders, child psychopathology, anthropometry, feeding practices of the mother, diet of the children, mother-child interactions while feeding, breastfeed-ing and introduction of solid food. Method: From the following databases PubMed, Science Direct and PsycINFO 23 Studies matched the topic. The Keywords “maternal eating-disorder AND children” were combined to find relevant Studies. Results: Maternal ED may lead to a high prevalence of ED in the children. Other consequences of maternal ED are development disorders and psychopathologies in the children. Differences in anthropometry could not be conclusively found. Re-striction and “pressure to eat” were not performed by the mothers with ED. Differ-ences in breastfeeding and introduction of solid food were not found. Additionally, the diet of the children from mothers with ED were healthier than the unexposed children. Mothers with ED felt uncomfortable and uneasiness during feeding. Conclusions: Children of mothers with ED tend to develop disordered eating be-havior, development disorders and psychopathologies. Thus, women should be ed-ucated before pregnancy about the consequences of maternal ED on their children and active ED should be treated before pregnancy. Nevertheless, more studies are needed to find clear causes of children ED and eliminate potential confounders.

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