Fasten als supportive Maßnahme bei Chemotherapien in der Onkologie

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Fasten , Unterstützung , Maßnahme , Chemotherapie , Onkologie
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft, Veterinärmedizin

Kurzfassung auf Deutsch:

Die vorliegende Bachelorarbeit bietet einen Überblick über das intermittierende Fasten als Supportivmaßnahme neben der chemotherapeutischen Behandlung von KrebspatientInnen. Eine systematische Literaturrecherche diente der Ermittlung des aktuellen Forschungsstandes. Auf Basis physiologischer und pathophysiologischer Grundlagen werden die Auswirkungen des Fastens auf gesunde Zellen mit denen auf Tumorzellen verglichen. Zwei auf empirischen Studien basierende Hypothesen vermuten eine Sensibilisierung der Tumorzellen für Zytostatika und einen gleichzeitigen Schutz gesunder Zellen vor deren Zytotoxizität. Erste klinische Forschung weist auf eine Bestätigung dieser Hypothesen hin: Diverse Nebenwirkungen der Chemotherapeutika konnten bei den PatientInnen durch intermittierende Fastenzyklen gelindert oder sogar ganz eliminiert werden. Tierexperimentelle Studien zeigen zudem eine fasteninduzierte Tumorregression und Erhöhung der Remissionsrate: Bei diversen Tumorarten konnte deren Wachstum gehemmt werden. Die Zytostatika konnten ohne daraus resultierende toxische Nebenwirkungen auf Dosierungen erhöht werden, die für Tiere unter artgerechter Ernährung letal waren. Trotz möglicher Bedenken hinsichtlich eines fasteninduzierten Gewichtsverlustes, erweist sich das intermittierende Fasten als sichere und durchführbare Methode. Dennoch werden in der vorliegenden Arbeit auch zu beachtende Kontraindikationen thematisiert. Zusammenfassend stellt sich das Fasten zur Unterstützung von Chemotherapien als wenig erforschtes Gebiet mit großem Potential heraus, das bislang jedoch noch viele Fragen ungeklärt lässt.

Kurzfassung auf Englisch:

The present bachelor thesis provides a review about intermittent fasting as a supportive intervention during chemotherapies in cancer patients. The current state of research was investigated by a systematic literature research. Based on physiological und pathophysiological background, the impacts of fasting on normal cells are compared to those on tumor cells. Two hypotheses that are based on empirical analysis suspect a sensitization of tumor cells for cytostatic drugs, while normal cells would gain a protection against the cytotoxicity. First clinical research now points to an affirmation of those hypotheses: By cycles of intermittent fasting various side effects of chemotherapeutic drugs could be reduced, or even completely eliminated. Furthermore, animal studies demonstrate a fastinginduced tumor regression, and enhanced remission rate: For diverse types of tumors the growth could be restrained. Without resulting toxic side effects, the dosage of cytostatic drugs could be increased to quantities that were lethal to animals fed a species-appropriate diet. Despite potential considerations concerning a fasting-induced weight loss, intermittent fasting proves to be a safe, and feasible method. In addition, possible contraindications are mentioned. In conclusion, fasting as a support to chemotherapies turns out to be a researched field that is poorly understood, but seems to be potential. Though, it still leaves many questions unanswered.

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