“Fashion out of Food Waste? Eine Analyse der Erfolgsfaktoren und das damit in Verbindung stehende Erfolgspotential von Fasern und Textilien aus Biopolymeren aus Abfällen der Nah-rungsmittelproduktion“

URL
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Wirtschaft
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Mode , Abfall , Lebensmittel , Biopolymere
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft

Kurzfassung auf Deutsch:

Wenn man von einer neuen Nutzung dessen spricht, was früher als Abfallprodukt angesehen wurde, wird das Problem der Abfallentsorgung zu einer Frage der Verfügbarkeit von Rohmateri-alien. Was früher als eine Verbindlichkeit angesehen wurde, die mit der Entstehung von Entsor-gungskosten verbunden war, wird nun zu einem Vermögenswert, der mobilisiert und dann effi-zient genutzt und transformiert werden kann. Das Umweltbewusstsein der Verbraucher ist in den letzten zehn Jahren stetig gewachsen, zuletzt in der Mode- und Textilindustrie. Da ein erheblicher Anstieg der globalen Fasernachfrage erwartet wird, ist die Industrie auf der Suche nach nachhaltigeren Lösungen mit einem minimalen ökolo-gischen Fußabdruck. Um eine geringe Umweltbelastung zu erzielen, wird nach umweltfreundli-chen Rohstoffen und einem nachhaltigen Herstellungsprozess gesucht. In der vorliegenden For-schungsarbeit werden Abfälle aus der Nahrungsmittelproduktion als nachhaltige Rohstoffquelle für Fasern und Textilien aus Biopolymeren betrachtet. Auf Basis von Experteninterviews sowie einer Literaturrecherche sollen Erfolgsfaktoren modelliert werden. Die Befragung wird mit Her-stellern von Biopolymerfasern- und textilien, die zum Teil bereits mit Abfallstoffen arbeiten, sowie Modelabels des Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) und Repräsentanten der Standardsetzung des Verbandes durchgeführt. Der Einbezug verschiedener Interessengrup-pen soll es ermöglichen Zusammenhänge verschiedener Sichtweisen zu erkennen und hieraus das resultierende Erfolgspotential abzuleiten. Die Textilindustrie steht hinsichtlich des Übergangs von petrochemisch basierten Synthetikfasern zu biobasierten Polymerfasern in den Anfängen. Das mit der Bioökonomie in Zusammenhang stehende und sensible Thema der Agrarflächenkonkurrenz des Anbaus von Lebensmitteln und biobasierten Rohstoffen sowie der bisher niedrige Entwicklungsgrad der Nutzbarmachung von Abfall- und Restströmen konkretisieren den Forschungsbedarf des gewählten Gebietes. Wach-sendes Interesse der Forschung, Initiativen und Innovationsplattformen in der nachhaltigen Tex-tilindustrie beschleunigen die Aufmerksamkeit für Food Waste als Rohstoffquelle. Dennoch sind die Marktfähigkeit und das damit verbundene Erfolgspotential von Abfall- und Reststoffen speziell für den Bereich Textilien bislang kaum erforscht. In der Recherche wurden nur wenige Untersu-chungen gefunden, die sich speziell mit dem Thema beschäftigen.

Hinweis zum Urheberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.