Einbindung von Spurmesswerten in die Lagedarstellung des radiologischen Lagezentrums (NLWKN) am Beispiel der CBRN Erkundungswagen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Störfall , Kerntechnik , Kernkraftwerk , Radioaktivität , Datenübertragung
DDC-Sachgruppe: Technik

Kurzfassung auf Deutsch:

Im Falle eines Störfalls in einer kerntechnischen Anlage wird das Radiologische Lagezentrum viele Messungen veranlassen, da Radioaktivität vom Menschen nicht wahrnehmbar ist. Die Spurmesswerte der CBRN (chemisch, biologisch, radiologisch und nuklear) Erkundungswagen liefern hierzu wertvolle Daten, können in Niedersachsen aber aktuell noch nicht optimal zur Bewertung eines möglichen Risikos für die Bevölkerung genutzt werden. Konkret ergeben sich dabei zurzeit drei Problemfelder: Die Vergabe des Messauftrags, die Datenübertragung und die Datenverarbeitung/Darstellung. Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, ein Konzept zu erarbeiten, wie Spurmesswerte des CBRN Erkundungswagens in der Lageerfassung und Lagedarstellung des Radiologischen Lagezentrums optimal genutzt werden können. Das Konzept beinhaltet Lösungsansätze für alle drei Problemfelder einschließlich deren Validierung. Es wurde in ständiger Rücksprache mit den Fachberatern des Radiologischen Lagezentrums und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz erstellt. Um die Vergabe des Messauftrages zu verbessern, wurden die Erkenntnisse vergangener Übungen ausgewertet. Es zeigte sich, dass die Besatzungen der Erkundungswagen besser über ihren Auftrag informiert werden müssen und hierzu genauere Informationen über Messroute und Geschwindigkeit erhalten sollten. Bezüglich der Datenübertragung aus den Erkundungswagen wurden drei mögliche Verfahren miteinander verglichen. Die Daten können entweder von festen Computern in anderen Behörden, von speziellen Übertragungswagen oder von Laptops in den Erkundungswagen versendet werden. Der Vergleich ergab kein grundsätzlich bestes Verfahren. Alle drei haben Vor- und Nachteile, die sich je nach Situation mehr oder weniger auswirken. Daher muss das beste Verfahren situationsbezogen gewählt werden. Zur Verbesserung der Datenverarbeitung wurde für eine bestehende Software („Prosum“) eine konzeptionelle Erweiterung erarbeitet, die später vom der Firma Siemens als Betreuer der Software umgesetzt werden soll. Diese Erweiterung hat gegenüber der aktuell verwendeten Version den Vorteil, dass die Daten auch nach der Eingabe noch bearbeitet und ausgelesen werden können. Dadurch wird es möglich, die Spurmesswerte der CBRN Erkundungswagen, ebenso wie die Daten aus den Ortsdosisleistungsmessnetzen von Bund und Ländern, als essentielles Werkzeug für die Lagedarstellung zu nutzen. Ein abschließender Test des Konzeptes wird nach Implementierung der erweiterten Software im Rahmen einer Übung mit mehreren CBRN Erkundungswagen erfolgen.

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