Risikoanalyse und Evakuierungsplanung für Hochwasserlagen am Beispiel der Lauenburg/Elbe - Ein Beitrag zur Implementierung

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Risikoanalyse , Risiko , Analyse , Evakuierung , Planung , Hochwasser , Lauenburg/Elbe
DDC-Sachgruppe: Technik

Kurzfassung auf Deutsch:

Hochwasser ist ein Risiko für das Schutzgut Mensch. Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Schadensminderung sind bei Hochwasser zentral. Durch eine bessere Kommunikation mit der Bevölkerung und ausführlicher Abwehrplanung können hierbei Situationen vermieden werden, die Unmut und Protest innerhalb der Betroffenen erzeugen. Dies zeigte sich 2013 in der Kleinstadt Lauenburg/Elbe, als eine Evakuierung aufgrund einer extremen Hochwasserlage angeordnet wurde. Eine fehlende Evakuierungsplanung, ein unzureichender Hochwasserschutz und die exponierte Lage der Altstadt forcierten dabei diese Entwicklung. Gut dargestellte und analysierte Risiken lassen sich so kommunizieren, dass sie auch von potenziell Betroffenen akzeptiert werden. In diesem Rahmen kann auch eine Evakuierung, trotz möglicher höherer Folgen für das eigene Hab und Gut, als notwendig erachtet werden. Bei den in dieser Arbeit ermittelten, teils nicht tragbaren Risiken, wie Einschränkungen im abwehrenden Brandschutz und teils zwar geringeren, aber nicht weniger bedeutenden Risiken durch den Ausfall der Stromversorgung, die Beschränkung der medizinischen Versorgung oder Schäden an der Infrastruktur, ist eine Minimierung angezeigt. Ein Mittel zur detaillierten Risikobewertung für betroffene Gefahrenabwehrbehörden ist die hier angewandte Methode der FMEA. Sie analysiert und bewertet im Vorfeld erfasste Risikofelder und bietet die Möglichkeit der Priorisierung. Eine sinnvolle Unterstützung fand die Analyse in der Befragung der betroffenen Bevölkerung durch einen Fragebogen. Somit wurden oben genannte Risiken als Gefahrenpotenzial für die Bewohner der Altstadt Lauenburgs erfasst, und anhand einer, ursprünglich aus dem Arbeitsschutz stammenden, Maßnahmenhierarchie die Evakuierung als organisatorische Maßnahme zur Risikominimierung vorgeschlagen. Sie bietet den höchsten Grad des Schutzes des Schutzgutes Mensch bei Hochwasserlagen, wenn das Hochwasser selbst nicht vermieden werden kann.

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