Vitaminstatus bei geriatrischen Patienten: Zusammenhang mit Körperstatus und kognitiven Funktionen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Vitamin , Vitaminmangel , Vitamingehalt , Vitalstofftherapie , Vitaminbedarf , Vitaminversorgung , Altenpflege , Alterspharmakologie , Patient , Körpe
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

In addition to changes in cognitive and physical functions, there is a higher risk of vitamin deficiency in older people. Due to the demographic change, it is necessary to analyze the connections between geriatric multimorbidity occurring in old age. Vitamin D, vitamin B12 and folate are the most critical nutrients. The study objective is to investigate the relationship between vitamin status and body sta-tus as well as between vitamin status and cognitive function. This retrospective cross-sectional study involved 607 patients hospitalized in a geriatric ward in Germany from January to July 2019 (mean age: 82,35 ± 6,91 years). 51.5 % of the patients are at risk for malnutrition. The body status was measured using body-mass-index (BMI) and handgrip strength. The level of cognitive function was measured by Mini Mental State Examination (MMSE). The serum 25-hydroxy vitamin D, total vitamin b12 in serum and serum folate were measured with Chemiluminescence Immunoassay (CLIA). The Independent Samples t-Test was used to identify a difference between patients with vitamin deficiency and patients with normal vitamin status in terms of BMI, handgrip strength and MMSE. The mean BMI is 26,73 ± 6,49 kg/m², mean handgrip strength is 39,69 ± 17,13 kPa and mean value of MMSE is 22,43 ± 6,38. In total, 73,1 % of the patients have a vitamin D deficiency (<30 μg/l), 11,0 % a vitamin b12 deficiency (<180 pg/ml) and 5,9 % a folate deficiency (<3,0 ng/ml). This study supports the relationship between vitamin status and body status in hospitalized geriatric patients. Among ≥80-year-olds, a significant correlation can be found between vi-tamin D and BMI (p=0.040) and between folate and BMI (p=0.033). A tendency is observed for the relationship between vitamin D and BMI in women (p=0.064). No significant associ-ation can be found between vitamin status and cognitive function. Due to the heterogeneity of the sample, further studies are required.

Kurzfassung auf Englisch:

Neben den Veränderungen der kognitiven sowie körperlichen Funktionen, erhöht sich auch das Risiko für einen Vitamin-Mangel bei älteren Menschen. Begründet durch den demogra-fischen Wandel ist die Untersuchung der Zusammenhänge der im Alter auftretenden geri-atrischen Multimorbidität notwendig. Vitamin D, Vitamin B12 und Folat sind dabei beson-ders kritische Nährstoffe. Ziel dieser Studie ist den Zusammenhang zwischen Vitaminstatus und Körperstatus sowie Vitaminstatus und kognitiver Funktion zu untersuchen. Diese retrospektive Querschnittsstudie wurde an 607 Patienten durchgeführt, die von Ja-nuar bis Juli 2019 in einer geriatrischen Klinik in Deutschland stationär behandelt wurden (Durchschnittsalter: 82,35 ± 6,91 Jahre). 51,5 % der Patienten weisen ein Risiko für Man-gelernährung auf. Der Körperstatus wurde mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) und der Handkraft (HK) ge-messen. Die kognitive Funktion wurde anhand der Mini Mental State Examination (MMSE) gemessen. 25-Hydroxy-Vitamin D im Serum, Gesamt-Vitamin-B12 im Serum und Serum-folat wurden mit einem Chemilumineszenz-Immunoassay (CLIA) gemessen. Der t-Test für unabhängige Stichproben wurde verwendet, um einen Unterschied zwischen Patienten mit Vitaminmangel und Patienten mit normaler Vitaminversorgung in Bezug auf BMI, HK und MMSE festzustellen. Der mittlere BMI beträgt 26,73 ± 6,49 kg/m², die mittlere HK 39,69 ± 17,13 kPa und der Mittelwert der MMSE 22,43 ± 6,38. 73,1 % der Patienten weisen einen Vitamin D-Mangel (<30 μg/l), 11,0 % einen Vitamin B12-Mangel (<180 pg/ml) und 5,9 % einen Folat-Mangel auf (<3,0 ng/ml). Diese Studie unterstützt den Zusammenhang zwischen Vitaminstatus und Körperstatus bei stationären geriatrischen Patienten. Bei den ≥80-Jährigen ergibt sich ein signifikanter Zu-sammenhang zwischen Vitamin D und BMI (p=0,040) sowie zwischen Folat und BMI (p=0,033). Für den Zusammenhang zwischen Vitamin D und BMI bei Frauen kann eine Ten-denz festgestellt werden (p=0,064). Es kann kein signifikanter Zusammenhang zwischen Vi-taminstatus und kognitiver Funktion festgestellt werden. Aufgrund der Heterogenität der Stichprobe sind weitere Untersuchungen notwendig.

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