stadtnachacht – Stadtentwicklungspolitische Instrumente für das Management der urbanen Nachtökonomie

stadtnachacht – policy instruments for the night-time city

URN urn:nbn:de:gbv:1373-opus-4883
URL
Dokumentart: Dissertation
Institut: Stadtplanung
Hauptberichter: Krüger, Thomas Prof. Dr.-Ing.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.12.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Stadtplanung , Stadtentwicklungsplan , Stadtentwicklung , Nacht , Gaststättengewerbe , Vergnügen
Freie Schlagwörter (Deutsch): Stadtplanung , Nachtökonomie , Nachtleben , Gastronomie , Clubkultur , Konsum & Freizeit , Night-time economy , innerstädtisch
Freie Schlagwörter (Englisch): urban planning , nightlife , evening and night-time economy , Club culture , leisure space , Night-time economy , city centre , Night-time design
DDC-Sachgruppe: Landschaftsgestaltung, Raumplanung

Kurzfassung auf Deutsch:

Im Rahmen des Projekts stadtnachacht – Management der Urbanen Nachtökonomie (2014/2015) wurde das Themenfeld des freizeit- und konsumbezogenen Nachtlebens erstmals im deutschsprachigen Raum unter dezidiert stadtentwicklungspolitischen Vorzeichen explorativ betrachtet. Die Ergebnisse des Projekts legen nahe, dass mit dem Themenfeld nicht nur spezifische stadträumliche (allen voran die Thematik Lärm) und damit verbundenen stadtplanungsinhärente (Funktionstrennungsprinzip, Nutzungssystematik BauNVO) Konfliktsphären verknüpft sind, sondern die Stadt nach Acht insbesondere auch auf (stadtentwicklungs-)politischer Ebene spezifische Frage- und Problemstellungen aufwirft. Zu beobachten sind oftmals inkohärente Politikprozesse im Umgang mit dem freizeit- und konsumbezogenen Nachtleben. Den zuweilen durchaus vorhandenen Politikoutputs in Form konkreter, auf das Abend- und Nachtleben gerichteter Maßnahmen geht oftmals keine oder nur eine sehr rudimentäre Problemformulierung bzw. Themenbetrachtung auf der Ebene der Politikgenerierung voraus. Diese erschwert auch eine qualifizierte fachliche (stadtplanerische) Problem- und Strategieformulierung in Bezug auf die stadträumlichen und stadtplanungsinhärenten Konfliktsphären. Zentrales Erkenntnisinteresse der vorliegenden Arbeit ist die Frage, an welchen Stellen stadtentwicklungspolitischer Prozesse sich diese themenspezifischen Frage- und Problemstellungen ergeben. Auf Basis der im Rahmen des Projekts stadtnachacht – Management der Urbanen Nachtökonomie erhobenen Empirie (3 Fallstudien) werden in vorliegender Arbeit mittels eines Modells der Politikevaluation Leerstellen, Disparitäten und Hürden in den betrachteten Stadtentwicklungspolitikprozessen der Fallstudien identifiziert. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden grundlegende Ansätze und Perspektiven für die Entwicklung von Management- und Governance-Arrangements im Kontext Abend- und Nachtleben aufgezeigt als auch konkrete Handlungsempfehlungen in Form stadtentwicklungspolitischer Instrumente für das Management der urbanen Nachtökonomie formuliert. Als Vorrausetzung und Grundlage hierfür wird angesichts eines nur rudimentär vorhandenen fachlichen Diskurses über die Stadt nach Acht im Kontext des Städtebaus, der Stadtplanung und der Stadtentwicklungspolitik eine, das Forschungsfeld konstituierende, Forschungsperspektive in Form der freizeit- und konsumbezogenen Nachtökonomie formuliert.

Kurzfassung auf Englisch:

The study »stadtnachacht – Management der Urbanen Nachtökonomie« (2014/2015) examined the recreational night-time economy in German cities. It is the first empirically-based contribution to emerging issues around nightlife, night-time economies and urban development in German-speaking countries. The case study results suggest that the topic is not just connected with specific spatial issues that challenge conventional urban planning practices, but that the nocturnal city and its social, economic and cultural implications also raise specific questions and problems on a wider political level. In the examined case studies policy-making processes addressing nightlife-related spatial issues often appear as disjointed and incoherent. The few existing policy outputs (actions, plans) adressing the nightlife are often implemented without or with just an inadequate preceding problem definition – and subsequent insufficient policy formulation. This ‘short-circuited’ public policy-making processes make it difficult for urban planners to develop sufficient strategies adressing the mentioned spatial conflicts connected to urban nightlife. The aim of the present work is to identify specific problems in public policy making and urban policy development. Using the policy cycle heuristic the present work explores specific problems in night-time policy-making in relation to various policy cycle stages. Based on the findings, recommendations are derived for the development of tools for the management of the night-time economy in German cities. The present work also wants to contribute to more elaborate discourses on the urban night and the night-time economy in the field of urban planning, urban design, mobility management, architecture and real estate in German-speaking countries by outlining the conceptional scheme of »freizeit- und konsumbezogenen Nachtökonomie«

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