Das Making Of einer Musikstadt. Hamburg im Spannungsfeld von musikalischer Praxis, Politik, Marketing und imaginaire der Stadt

The Making Of a Music City

URN urn:nbn:de:gbv:1373-opus-5096
URL
Dokumentart: Dissertation
Institut: Kultur der Metropole
Hauptberichter: Färber, Alexa
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.01.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Kulturanthropologie , Volkskunde , Stadtforschung , Kulturwissenschaften , Musikwissenschaft
Freie Schlagwörter (Deutsch): Musikstadt
Freie Schlagwörter (Englisch): Music City
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

In der vorliegenden Dissertation „Das Making Of einer Musikstadt“ folgt der Autor mittels ethnographischer Zugänge dem Begriffspaar Musikstadt Hamburg. Dies geschieht in einem Feld mit einer Vielzahl an Akteuren. Es werden verschiedene Ansätze der Interpretation des Begriffspaares definiert indem die Akteure in Gruppen geclustert werden und differenzierte Ziele und Gründe für das Entwickeln einer Musikstadt benannt werden. Eine der leitenden Fragen ist dabei immer: „Wer verfolgt welche Ziele mit der Musikstadt?“. Es wird sich zunächst dem Phänomen Musikstadt in einem globalen Überblick genähert. Hier wird unterschieden zwischen Musikstädten, welche als Resultat von kulturellen Zuschreibungen als solche gelten und Musikstädten, die eine solche Zuschreibung als Ziel ihres Stadtmarketings und ihrer Kulturförderung anstreben. Nach einer tiefgehenden Feldanalyse und einer Porträtierung der Akteure in den Hauptgruppen der musikpraktischen Akteure und der nicht-musikpraktischen Akteure wird das Begriffspaar Musikstadt Hamburg in drei Versionen der Musikstadt aufgegliedert: Im Fokus einer musikpraktischen Version der Musikstadt Hamburg steht die Musik selbst. Alle Bestandteile der Version wirken auf das Ziel hin, die Entwicklung von Musik in dieser Stadt qualitativ und quantitativ langfristig zu sichern. Eine geplante Version der Musikstadt verfolgt als Kernziel die Entwicklung der Stadt, und zwar mittels der Musik beziehungsweise des Labels der Musikstadt. Die Musik ist ein Rad im Getriebe der urbanen ökonomischen Wertschöpfungsprozesse. Ziel der Positionierung als Musikstadt ist ein Fördern und Bewahren urbaner Assoziationen im internationalen Städtevergleich. Abschließend werden in einer repräsentativen Version der Musikstadt die den Imaginationen der Musikstadt zugrundeliegenden musikalischen Narrative der Stadt diskutiert. Als Ergebnis liegt zentral die Erkenntnis vor, dass es nicht die eine Musikstadt Hamburg gibt, geben kann und geben wird. Wenn jedoch an dem Begriff festgehalten werden soll, kann es nur mehrere Musikstädte Hamburgs geben, die sich aus der jeweiligen Perspektive ergeben. Die Musikstadt Hamburg kann als Ergebnis eines Prozesses und als Produkt beschrieben werden. Jedoch bleibt sie ein uneindeutiges Produkt. Je nachdem, welcher Akteursgruppe man sich nähert, wird eine andere Vorstellungen davon sichtbar, was die Musikstadt sein soll, wo sie ist, wozu sie dient und wie sie klingt.

Kurzfassung auf Englisch:

In this dissertation the author follows "The Making Of a Music City" using ethnographic approaches in a field with a variety of actors, displaying the making of the “Music-City Hamburg”. Different approaches to interpreting the term are defined by clustering the actors into groups and naming divergent goals and reasons for developing a music city. One of the guiding questions which the author continuously follows throughout the dissertation is: "Who wants to reach which goals with the development of a music city?". At first, in a global overview, the phenomenon of music city is generally approached. Here, a distinction is made between music cities, which are considered a result of cultural attributions, as opposed to music cities, which seek such attribution as the goal of their city marketing and their cultural promotion. After extensive field analysis, the actors were grouped into music-practical actors and non-music-practical actors, the conceptual pairing of music city Hamburg is divided into three versions of the music city: The focus of a music-practical version of the music city of Hamburg is the music itself. All components of the version aim to secure and promote the development of music in this city over the long term, both qualitatively and quantitatively. A planned version of the city of music is pursuing the development of the city as its core goal, through music or the label of the city of music. The music is thus part of the processes that seeks to add economic value to urban structures. The aim of the positioning as a city of music is to promote and preserve urban associations in international city comparison. Finally, in a representative version of the city of music the author discusses the city's musical narrative, which underlies the city's imaginations. As a result, the central finding is that there is not one music city Hamburg. If one were to stick to the term, then there can only be several music cities in Hamburg, which results from the respective positions. The music city Hamburg can be described as the result of a process and as a product. However, it remains an ambiguous product; depending on which group of actors is approached, the ideas of what the city of music is supposed to be, where it is, what it serves, and how it sounds are differentiated.

Hinweis zum Urheberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.