Der Reexport von Elektronik-Altgeräten : ein Organisationsmodell

URN urn:nbn:de:gbv:1373-opus-2044
URL
Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Stadtplanung
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Abfallwirtschaft , Elektronik , Export
DDC-Sachgruppe: Landschaftsgestaltung, Raumplanung

Kurzfassung auf Deutsch:

Das Ziel dieser Arbeit soll ein mit Daten fundiertes Organisationsmodell sein, in dem Fraktionen aus Elektronik-Altgeräten (EAG) aus Westafrika – Fallbeispiel Ghana, Accra – nach Europa – Fallbeispiel Deutschland, Hamburg – reexportiert werden. Zum einen wird vorausgesetzt, dass die grenzüberschreitende Abfallverbringung im Rechtlichen und im Praktischen unverändert bleibt und auch die Defizite im ghanaischen Abfallmanagement für E-Schrott fortbestehen. Dies hat zur Folge, dass weiterhin Elektroschrott illegal nach Ghana exportiert wird sowie auch Gebrauchtware – essenziell für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes – mit Aufgabe ihrer technischen Funktion als E-Schrott endet und vor Ort auf ineffiziente Verwertungsmethoden trifft. Selbst wenn illegale Abfallexporte verhindert werden könnten, ergäbe sich in Ghana stets ein Abfallaufkommen, das es fachgerecht zu entsorgen gilt. Mithilfe eines Reexport-Modells soll daher eine Verbesserung der derzeitigen Situation herbeigeführt werden. So sollen einerseits die gesundheitlichen und ökologischen Folgen der unsachgemäßen Entsorgung sowie händischen Verwertung von EAG in Ghana minimiert und die Rückgewinnung von Ressourcen, insbesondere von Edelmetallen und Seltenen Erden, durch technisierte Verwertung im europäischen Ausland maximiert werden. Daher basiert eine Säule des Konzepts auf dem Export von wirtschaftlich attraktiven Komponenten, bei denen wertvolle Rohstoffe nur durch technische Verwertungsmethoden zurückgewonnen werden können. Der Export von rentablen Bestandteilen aus Ghana nach Deutschland würde jedoch nur wenig an der ökologischen Situation vor Ort ändern, sofern wertlose Fraktionen des Elektronikschrotts – in vielen Fällen hochgiftig und umweltschädigend – in Ghana zurückblieben. Die zweite Säule konzentriert sich deshalb auf Komponenten, die aufgrund schädlicher Substanzen im Ausland fachgerecht demontiert und entsorgt werden müssen. Hierbei sind sowohl Aspekte der Finanzierung von entstehenden Entsorgungskosten als auch rechtliche Anforderungen an den Export von gefährlichen Abfällen zu betrachten. Eine Behandlung aller Gerätetypen von Elektro- und Elektronikgeräten würde den Rahmen dieser Thesis überschreiten. Aus diesem Grund werden im Folgenden lediglich Desktop-Computer und Kathodenstrahlröhrenbildschirme (CRT-Monitore) thematisiert, da sie in den letzten Jahren einen Großteil der Elektronikexporte ausmachten und allein durch händische Verwertung nur wenige der darin enthaltenen Stoffe wiedergewonnen werden können. Im Weiteren werden diese Geräte daher hinsichtlich ihrer materiellen Beschaffenheit und der damit verbundenen Rohstoffwerte analysiert.

Hinweis zum Urheberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.