Der translokale Gebrauch des Urbanen. Städtische Arrangements in Comănești - Rumänien

URN urn:nbn:de:gbv:1373-opus-4599
URL
Dokumentart: Master-/Diplomarbeit
Institut: Urban Design
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Rumänien , Migration , Urbanität
DDC-Sachgruppe: Landschaftsgestaltung, Raumplanung

Kurzfassung auf Deutsch:

Innerhalb von Migrationsprozessen verknüpfen Akteure in ihren Handlungen und Strategien mehrere Orte miteinander. Indem sie zirkulieren, kommen und gehen, produzieren sie den städtischen Raum. Dieser Prozess wird als „der translokale Gebrauch des Urbanen“ verstanden und bezieht sich im Bereich der Praktiken auf einen generativen Aspekt dessen und zwar das Entdecken, Umfunktionieren und das Umdeuten von Spielräumen. Vor dem Hintergrund osteuropäischer Arbeitsauswanderung, dem Interesse an einem Zusammenhang zwischen Migration und Stadtentwicklung und mit dem Fokus auf Herkunftsorte beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Frage wie sich das Urbane im Gebrauch konstituiert. Dabei wird die ostrumänische Kleinstadt Comănești herangezogen und der Alltag der Einwohner*innen in den Mittelpunkt des Denkens gerückt. Sechs Praktiken – rekrutieren, auswandern, rückkehren, warten, Geschäfte eröffnen und umbauen – werden exemplarisch in Zoom-Ins dargestellt und anhand von drei Thesen analysiert: 1) Die Abwesenheit ist die Voraussetzung sowohl für die Auswanderung als auch für die Rückkehr; 2) Das „Mobil-sein“ einiger bedeutet das Warten anderer; 3) Die vielfältigen Verbindungen sprechen gegen das Schrumpfen. In einer Zusammenschau der Praktiken argumentiert die Arbeit, dass die Akteure durch ihre Handlungen städtische Orte erweitern, reorganisieren, mit anderen Räumen translokal verknüpfen und dabei vielfältige Verbindungen generieren und somit sich in die Konstitution des Städtischen einschreiben. Komplementär zu den Einwohner*innen betrachtet die Arbeit auch die stadtplanerische Aktivität der Stadt und erkennt diese auch als Teil in der Produktion des Urbanen. Im Gegenzug zu der planerischen Arbeit und ihrer Vorstellung, fordert die Arbeit das Re-Positionieren der Akteure, die Mobilität als Ausgangspunkt, das Anerkennen der Unsteuerbarkeit bzw. Unordnung und stellt die Frage nach dem adäquaten planerischen Handeln.

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