Urbanen Imaginarios auf der Spur. Barrio Belén, Historisches Zentrum von Bogotá, Kolumbien

URN urn:nbn:de:gbv:1373-opus-4677
URL
Dokumentart: Master-/Diplomarbeit
Institut: Urban Design
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Bogotá , Stadtforschung , Imagination
DDC-Sachgruppe: Landschaftsgestaltung, Raumplanung

Kurzfassung auf Deutsch:

Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Wirkmacht urbaner Imaginarios, welche Bilder, Formen, Worte und Gefühle zu kollektiven Vorstellungen bündeln, die in die Produktion des urbanen Raumes einwirken. Die Überlagerung von Interessen und Ansprüchen unterschiedlicher sozialer und kultureller Gruppen, die das historische Zentrum von Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, seit Jahrhunderten überformen, wird zum Anlass genommen, die Wirkmacht heutiger urbaner Imaginarios am Beispiel des historischen Barrios Belén aufzuschlüsseln und nach zu zeichnen. Anhand von drei leitenden Forschungsfragen wird sich dem beschriebenen Forschungsinteresse angenähert: 1. Welche Imaginarios werden in Relation mit der räumlichen Beschaffenheit von welchen Akteuren (re-)produziert und wirken auf den Raum zurück? 2. Welche Praktiken und Erfahrungen der Akteure des Imaginarios im urbanen Raum wirken in die Produktion von Imaginarios ein? 3. Welche Wirkmacht entfalten Repräsentationen von Imaginarios und in welchem Verhältnis stehen sie zu anderen Imaginarios? Spuren von Imaginarios, die im Rahmen der Forschung gefunden wurden, werden in Verweissystemen zu den folgenden drei Imaginarios ausgelegt, welche die empirische Arbeit strukturieren und an denen sich das Wirkungsgefüge der Imaginarios entfaltet. Die intakte traditionelle Nachbarschaft. Die Verdrängung der Nachbarschaft und der aktuellen Bewohner. Die Rückkehr in ein aufgewertetes historisches Zentrum. Unter der Brille der jeweiligen Imaginarios wird die wechselseitige Überformung zwischen der Konfiguration und Transformation des Raumes sowie den Erfahrungen und Praktiken der Akteure betrachtet. Am Ende der Kapitel werden in Zusammenfassungen explizite Rückbezüge zu den Forschungsfragen gezogen. Im Rahmen eines darauffolgenden Rückblicks auf die Forschungsfragen wird, ausgehend von den dargestellten Imaginarios in der empirischen Arbeit, das Verhältnis zwischen unterschiedlichen Imaginarios in Bezug auf die Wirkmacht von Repräsentationen, dem das Interesse der dritten Forschungsfrage gilt, reflektiert. In der empirischen Arbeit wird die Heterogenität der Beschaffenheit der Imaginarios, die im urbanen Raum des Barrios Belén aufeinander treffen und diesen formen durch die Betrachtung der unterschiedlichen Hintergründe der Akteure deutlich. Repräsentationen von Imaginarios können ähnliche Bilder darstellen und gleichzeitig unterschiedliche Imaginarios (re-)produzieren. Die sowohl durch Repräsentationen als durch den gelebten Raum produzierte heterogene Überlagerung der wirkenden Imaginarios, stellt ein Konfliktpotential dar, welches zum Gegenstand weiterer Forschungen werden kann.

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