Das Theater der Entscheidung. Die Rolle des Performativen beim Abstimmen.

The theatre of decision-making: The role of performance in the act of voting.

URN urn:nbn:de:gbv:1373-opus-5152
URL
Dokumentart: Dissertation
Institut: Kultur der Metropole
Hauptberichter: Peters, Sibylle
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.01.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Partizipation, Abstimmung, Kind, Künstlerische Forschung, Theater, Entscheidung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Demokratiebildung, Kinder, Beteiligungsverfahren, Performance, Gängeviertel, Kollektivität, Szenisches Forschen,
Freie Schlagwörter (Englisch): democracy, children, participation procedure, performance, Gängeviertel, collectivity
DDC-Sachgruppe: Theater, Tanz

Kurzfassung auf Deutsch:

Das Theater der Entscheidung. Die Rolle des Performativen beim Abstimmen. Der Moment der gemeinsamen Entscheidung ist zentral für selbstverwaltete Gruppen, stellt es doch dar, was den Wunsch nach Selbstverwaltung überhaupt begründet: Selbstbestimmung und Kollektivität. Doch gemeinsames Entscheiden ist zeitaufwendig und nicht selten herrscht eine schlechte Stimmung. Dies zeigt sich auch in der die Erfahrung mit mehr als 400 Plenen in den letzten achteinhalb Jahren des Hamburger Gängeviertels. Diese Arbeit hat es zum Ziel, ihren Teil dazu beizutragen, Abstimmungsprozesse in Kollektiven zu erforschen und Strategien zu Verbesserung dieser Prozesse auszuarbeiten. Wie kann man Abstimmungsprozesse gestalten, damit sie als motivierend und effektiv empfunden werden? Zur Erweiterung der wenigen bestehenden Untersuchungen, sollen die performativen Dimensionen der Entscheidung; ihre Zeitlichkeit, Medialität, Körperlichkeit und Räumlichkeit untersucht und genutzt werden. Welche Rolle spielen performative Faktoren für die Gestaltung der Stimmung und der Abstimmung? Zur Beantwortung dieser Fragen, wird eine künstlerisch-wissenschaftliche Perspektive eröffnet die es ermöglicht neue Erkenntnisse über die Gestaltbarkeit von Abstimmungsprozessen zu generieren. Anhand von zwei künstlerischen Forschungsprojekten, die im Forschungstheater gemeinsam mit Kindern, Künstler*innen, Architekt*innen und Stadtplaner*innen stattgefunden haben, wird die Handlung des Abstimmens erforscht, erprobt und in Szene gesetzt. Schließlich können die Ergebnisse aus den künstlerischen Forschungsprojekten angewandt werden auf das kollektive Entscheiden in politischen Gruppen und die Gestaltung des Akt des Entscheidens.

Kurzfassung auf Englisch:

The theatre of decision-making: The role of performance in the act of voting. The moment of collective decision-making is crucial for self-governing groups as it represents what generates the desire for self-governance in the first place: self-determination and collectivity. However, collective decision-making is time-consuming and not seldom the atmosphere is tensed. This is also the experience of more than 400 plenary assemblies at the Gängeviertel in Hamburg in the past eight-and-a-half years. The aim of this thesis is to contribute to the research of collective voting processes and to develop strategies for improving these processes. How can voting processes be constructed so that they are perceived as motivating and effective? To expand on the few existing studies, the performative dimensions of decision-making, i.e. its temporality, its mediality, its physicality and its spatiality, are analysed and applied. What role do performative factors play for the construction of voting processes and their atmosphere? These questions are answered from a practice-based research perspective that enables new insights into the creation and design of voting processes. Based on two artistic research projects, which took place at the Theatre of Research together with children, artists, architects and urban planners, the action of voting is researched, rehearsed and staged. Finally, the results of the artistic research projects can be applied to the collective decision-making in political groups and to the construction of the act of decision-making.

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