Sperren und Hindernisse

; Klaus Grot

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Dokumentart: Buch (Monographie)
Institut: Universitätsbibliothek/Erwerbung
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum:
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SWD-Schlagwörter: Militär , Stellung <Militär>
Freie Schlagwörter (Deutsch): Sperren, Hindernisse, Militär

Kurzfassung auf Deutsch:

Mit der Fortführung der technischen Entwicklung auch im Militärischen, steigt die Bedeutung von Sperren und Hindernissen im Kriege und bewaffneten Auseinandersetzungen. Über Sperren und Hindernisse gibt es zahlreiche Einzelbeiträge und Hinweise in Vorschriften, Richtlinien, in der Militärliteratur, Zeitschriften und Zeitungen, aber keine zusammenfassende Darstellung des Themas. Der Verfasser, jahrelang mit diesem Militärischen Spezialthema verfasst, unternimmt dazu den Versuch einer breiten Darstellung und Zusammenstellung, von der Frühzeit der Militärgeschichte im Altertum bis in die heutige Zeit. Sperren und Hindernisse sind passive Hilfsmittel im Gefecht, sind keineswegs entscheidend, können aber geschickt angelegt den Erfolg des Gefechts mit entscheiden. Sperren und Hindernisse können nur dort angelegt werden, wo sich der Feind nicht befindet, sich die Truppe zur Verteidigung einrichtet. Sie können feindliche Kräfte aufhalten oder deren Bewegungen in bestimmte Richtungen lenken, sind manchmal mit Zerstörungen verbunden, können töten und verwunden, bewirken beim Angreifer oftmals Verunsicherungen und wirken so allein durch ihr Vorhandensein. Vorausschauend im Frieden angelegt, können Sperren und künstliche Hindernisse ein wirkungsvolles Mittel der Abschreckung sein. Das Vorhandensein baulicher Sperrvorrichtungen dokumentiert den Abwehrwillen des Staates. Wer längs der gesamten Staatsgrenze Sperren errichtet zeigt auf, nicht angreifen zu wollen. Ziel des Verfassers ist es geschichtliche Entwicklungen und Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Bedeutung dieser Einsatzmittel für die Landesverteidigung herauszustellen. Einführung in eine „sperrige“ Angelegenheit Der geneigte Leser möge sich in seinen Erinnerungen um ca. 35 Jahre zurückversetzen. Deutschland war zweigeteilt; ein eiserner Vorhang spaltete das Land. Während die Kräfte des Warschauer Vertrages sich auf den Angriff nach Westen vorbereiteten, unternahmen die NATO-Streitkräfte im Westen alles um diesem Zugriff widerstehen zu können. Unter Gullydeckeln verbargen sich Sprengschächte, Fundamente für die Errichtung von Fallkörpersperren wurden gegossen, Brücken wurden mit Arbeitsbühnen und Ladungshalterungen versehen. All dies geschah unter großer Verschwiegenheit. Erkundungen der Militärs erfolgten in Zivil. Bauaufträge für Sperrvorbereitungen wurden von den Bauträgern der öffentlichen Verwaltung vergeben. 3 Vaterlandsverräter, der Ausspähung von Sperrvorbereitungen überführt, gingen straffrei aus, weil das Bundesministerium der Verteidigung sich nicht offenbaren wollte, daß es sich um Anlagen der Landesverteidigung halten würde. In der Schweiz wurden die Stahlträger für Trägerstecksperren offen neben der Sperre gelagert; in der Bundesrepublik wurden die Träger in Holzkästen versteckt. Auf Grund der getroffenen Vereinbarungen zwischen NATO und Bundeswehr war die Zusammenarbeit zwischen den Pionieren der NATO und denen des Territorialheeres der Bundeswehr ohne Reibungen. Dem Verfasser ist kein Fall bekannt, in dem es nicht zu einer einvernehmlichen Lösung – unter Wahrung der nationalen Interessen – gekommen ist. So wurden entschlossen alle Sperrmaßnahmen verwirklicht, die zur Verteidigung des Landes für notwendig gehalten wurden. Die Späher der anderen Seite waren nicht untätig und so wird sich herumgesprochen haben, daß man sich westlich des Eisernen Vorhanges glaubhaft zur Verteidigung rüstete. Die propagierte Abschreckung wurde zur Wirklichkeit. Breschnew wird nicht viele Einzelheiten gekannt haben. Der große Krieg ist tatsächlich nicht ausgebrochen; Breschnew muß das Risiko gekannt und gescheut haben. Das allein ist Geschichte, zeigt aber wie wichtig Hindernisse und Sperren für die Geschicke eines Landes sein können. Der Verfasser will das Thema nicht überbewerten, sondern nur aufzeigen, welche Bedeutung das Thema in der Vergangenheit hatte und wie unsere militärischen Väter damit umgingen. Gedankt werden muß an dieser Stelle dem Oberstleutnant a.D. Jochen Schmidt, dem Vorsitzenden der Pionierkameradschaft Schwerin, für seine selbstlose Arbeit am Computer und seine Hinweise zur Erstehung dieser Schrift. Ohne seine Mithilfe hätte das Werk nicht entstehen können. Kennengelernt haben sich Schmidt (NVA) und Grot (BW) unmittelbar nach der Wende. Die damals aufgenommenen Kontakte haben bis heute – man sieht es – gehalten.

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