West German social democrats in transition : shifts in agendas and their effects upon party ideology and strategy

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Dokumentart: ResearchPaper
Institut: Institut für Allgemeine Pädagogik
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 1988
Publikationsdatum:
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Originalveröffentlichung: Beiträge aus dem Fachbereich Pädagogik ; 1/1988 (1988)
SWD-Schlagwörter: West German Social Democrats In Transition
DDC-Sachgruppe: Politik

Kurzfassung auf Englisch:

The paper focuses on the process of partisan alignment in the West German party system during the eighties by analyzing the change of electoral support for the SPD. At least since 1980 the SPD has faced the central problem of how to reconcile the warring wings of "post-materialist" and "materialist" party activists and supporters. The paper surveys the green influence on SPD politics and ideology and investigates the attempts how to bridge the cleavage between its two groups of adherents - "old politics" oriented workers and "new politics" oriented, younger and better educated members of the new middle class. The paper calls in question that the dimension of non-economic conflicts really constitutes a "new" and durable cleavage of "materialist" versus "post-materialist" values and political orientations, different to and independent of the conventional right-left axis of the West German party system and society; the assumption that political support of the left by the "post-materialists" caused a trend of "materialist" workers to the right seems not to be provable for West Germany. The paper discusses the options to cooperate with the Green Party or to absorb especially the "realist" green voters without alienating more working class workers and focuses on ideological-programmatic, communicative and organizational-structural reforms of the SPD.

Kurzfassung auf Deutsch:

Der Beitrag befaßt sich mit dem Prozeß der Wählerumschichtung im bundesdeutschen Parteiensystem im Verlaufe der achtziger Jahre, indem es Veränderungen im Wahlverhalten zugunsten der SPD analysiert. Spätestens seit 1980 sieht sich die SPD mit dem Problem konfrontiert, wie sie die streitenden Flügel ihrer "postmaterialistischen" und "materialistischen" Aktivisten und Anhänger versöhnen kann. Der Beitrag untersucht den Einfluß der Grünen auf Politik und Ideologie der SPD und beleuchtet die Versuche zur Überbrückung des Grabens zwischen diesen zwei Anhängergruppen, den an der "alten" Politik orientierten Arbeitern und den an der "neuen" Politik orientierten jungen und durchweg besser ausgebildeten Mitgliedern der neuen Mittelschicht. Der Beitrag stellt die Hypothese in Frage, daß die Dimension der nicht-ökonomischen Konflikte eine neue und dauerhafte Trennlinie "materialistischer versus postmaterialistischer" Werte und politischer Orientierungen darstelle, die sich von der herkömmlichen rechts-links Achse des westdeutschen Parteiensystems unterscheide und von ihr unabhängig sei. Die Annahme, daß eine Unterstützung der Linken durch "Postmaterialisten" einen Trend der "materialistischen" Arbeiter zur politischen Rechten hervorrufe, scheint mir für die Bundesrepublik Deutschland nicht nachweisbar zu sein. Der Beitrag untersucht schließlich die Möglichkeiten der SPD, mit den Grünen zusammenzuarbeiten beziehungsweise insbesondere "realistische" grüne Anhänger zu absorbieren, ohne weitere Wähler aus der Arbeiterschaft und der "alten" Mittelschicht abzuschrecken. In diesem Zusammenhang befaßt er sich schließlich mit dem Bedarf an ideologisch-programmatischen, kommunikativen und organisatorisch-strukturellen Reformen innerhalb der SPD.

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