Understatement oder Standesdünkel? Hanseatisches Selbstverständnis und Kaufmannsbildung im 19. Jahrhundert : Ein Beitrag zur berufspädagogischen Regionalgeschichte

URN urn:nbn:de:gbv:705-opus-31510
URL
Dokumentart: Dissertation
Institut: Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften/Allgemein
Fakultät: Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften
Hauptberichter: Prof. Dr. Phil. Karin Büchter
ISBN: 978-3-86818-082-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.05.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Kaufmann , Berufsbildung , Hanse , Landesgeschichte , Ethik , Selbstbild , Understatement , Wirtschaftspädagogik
Freie Schlagwörter (Deutsch): Bildung , Berufsethik , Hamburg , Hanse
DDC-Sachgruppe: Geschichte

Kurzfassung auf Deutsch:

Weshalb wird der Aspekt der Ehrbarkeit im beruflichen Diskurs so häufig mit dem Kaufmannsberuf in Verbindung gebracht und sogar begrifflich verknüpft? Weshalb wird das abstrakte Konstrukt der Ehrbarkeit mit dem historischen Leitbild des hanseatischen Kaufmanns assoziiert und welche Qualitäten zeichneten ihn aus? Diese und mehr Fragen drängen sich dem Leser aktueller Veröffentlichungen zur kaufmännischen Berufsethik und Berufsehre auf. Sie stehen in einer langen Reihe berufsbezogener Selbst- und Fremdwahrnehmung, die ihren Ausdruck in der beruflichen Bildung fand und findet. Auch die Kaufmannschaft des vorletzten Jahrhunderts brachte eine eigene Form der Wahrnehmung ihrer Profession, des Stellenwerts von Ehrbarkeit darin und der Interpretation des Attributs „hanseatisch“ hervor. Doch das 19. Jahrhundert kannte auch Abstufungen; die Kaufmannschaft war und ist eine vielschichtige Berufsgruppe, die nicht alle ihre Angehörigen zum Kreis ehrbarer hanseatischer Kaufleute zählte. Daher stellt der Titel dieser Arbeit die Frage nach einem etwaigen Spannungsfeld zwischen Understatement und Standesdünkel. Der regionale Bezug liegt in einer Stadt, deren Name bereits auf die Hanse verweist, denkbar nahe. See- und Binnenhandel sind in keiner anderen deutschen Handelsstadt seit Jahrhunderten so eng miteinander verflochten wie in Hamburg und verhalfen in einem Klima wirtschaftlicher Prosperität, wie es das 19. Jahrhundert hervorbrachte, auch der kaufmännischen Bildung zu vielfachen institutionellen und ideengeschichtlichen Neuerungen. Diese Dissertation wurde am Lehrstuhl für Berufs- und Betriebspädagogik der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg vorgelegt. Ein Forschungsschwerpunkt dieser Professur ist die historiografische Berufsbildungsforschung. Grundlegendes Anliegen der Arbeit ist es, zur Erhaltung dieser häufig marginalisierten Teildisziplin beizutragen. Darüber hinaus verfolgt die Arbeit das Ziel, vom pädagogischen Standpunkt aus einen Beitrag zur Erforschung eines regionalhistorischen Themengebiets zu leisten, das heute untrennbar mit der interdisziplinär geführten Diskussion um Inhalt und Vermittlung beruflicher Ethik verknüpft ist. Der Einfachheit halber wurde zur Bezeichnung von Personen das generische Maskulinum gewählt. Ist demnach von Schülern die Rede, können damit Lernende aller natürlichen/sozialen Geschlechter bezeichnet sein.

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