Zwischen Wirtschaft und Staat : Aspekte der Gesetzgebungsgeschichte und der Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung

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Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Hölterhoff, Dieter

URN urn:nbn:de:gbv:705-opus-31949
URL
Dokumentart: Buch (Monographie)
Institut: Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften/Allgemein
Sonstige beteiligte Institution: Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Schriftenreihe: Berufsbildung
Bandnummer: Band 4
ISBN: 978-3-86818-105-0
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen

Kurzfassung auf Deutsch:

Der Band „Zwischen Wirtschaft und Staat – Aspekte der Gesetzgebungsgeschichte und der Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung“ umfasst sowohl historische als auch aktuelle Diskussionen, die nicht unbedingt im berufsbildungswissenschaftlichen Fokus stehen. Der Beitrag „Keine Experimente. Zur Entwicklung des Rechts der dualen Berufsausbildung im 20. Jahrhundert“ stellt eine fundierte Analyse der Entwicklung der deutschen Berufsbildungsgesetzgebung ab den 1920er Jahren dar. Die verschiedenen Gesetzentwürfe sowie realisierten Gesetze werden im Kontext der jeweiligen berufsbildungspolitischen und - soweit nachvollziehbar - auch der berufs- und wirtschaftspädagogischen Debatten der jeweiligen Zeit beschrieben, analysiert und kommentiert. Es wird ein Bild der Kontinuitäten aber auch Brüche in der Argumentation der zeitgeschichtlichen Berufsbildungspolitiken der unterschiedlichen Beteiligten gezeichnet. Anhand der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und berufsbildungspolitischen Interessenkontexte wird herausgearbeitet, ob für die jeweiligen Entwicklungen eher berufsbildungspolitische Interessen oder aber vorrangig bzw. ausschließlich wirtschaftspolitische Interessen determinierend waren. Die Verfasser gehen von der Hypothese aus, dass es sich in den Etappen nicht um jeweils neue Entwicklungen handelte, sondern eine im Mittelalter begründete Tradition fortgeschrieben wurde. Sie weisen nach, dass die Berufsausbildung, der erst zu einem späteren Zeitpunkt die Berufsschule zugefügt wurde, vor allem anhand wirtschaftlicher Interesse geregelt werden sollte. In dem Beitrag „Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Beruflichen Bildung nach 1969 – Komplexität, Hindernisse und Chancen“ gehen die Verfasser aus fundierter Kenntnis der besonderen Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den Ländern aufgrund der jeweils grundgesetzlich formulierten Zuständigkeiten nach. Das Berufsbildungsgesetz von 1969 beschrieb nur rudimentär die Aufgaben des zweiten Partners der dualen Berufsbildung, der Berufsschule. Dies blieb der Ständigen Konferenz der Kultusminister KMK sowie den sie bildenden Ländern vorbehalten. Aufgrund der geteilten Zuständigkeit ergab sich die Notwendigkeit einer förmlichen und inhaltlichen Zusammenarbeit. Nachfolgend gibt es ein „Plädoyer für ein eigenständiges Forschungs- und Lehrgebiet „Recht und Ökonomie der Beruflichen Bildung“, um eine bislang wenig beachtete Lücke in den Berufsbildungswissenschaften zu schließen. Sowohl das Recht als auch die ökonomischen Fragen sind derzeit nicht systematisch in wissenschaftlichen Institutionen bzw. an den Hochschulen abgebildet. Den Abschluss des Bandes bildet ein kritischer Beitrag über 25 Jahre Berufsbildungspolitik im geeinten Deutschland als brachliegendem Forschungsfeld.

Kurzfassung auf Englisch:

The volume „Zwischen Wirtschaft und Staat – Aspekte der Gesetzgebungsgeschichte und der Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung“ includes historical as well as current discourses which are not necessarily in the focus of vocational training sciences. The essay „Keine Experimente. Zur Entwicklung des Rechts der dualen Berufsausbildung im 20. Jahrhundert“ is a fundamental analysis of the development in the German legislation of vocational education training (VET) since the 1920s. The different bills are described in the context of the political discourses for vocational education and training as well as in those of vocational educational sciences. It also contains descriptions, analyses and commentaries. It is a description of continuities and fractures in the argumentation of the contemporary history of VET politics by the different actors. On the basis of the social, economic and political contexts of vocational training, it is carved out, whether the respective developments have been determined by vocational education politics or rather primality – or even exclusively – economic politics. The authors start with the hypothesis that the different stages had and have not been new developments, but rather a tradition which has been carried on since the middle ages. They prove that VET to which VET schooling was added at a later point in time, was first regulated by economic interests. In the essay „Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Beruflichen Bildung nach 1969 – Komplexität, Hindernisse und Chancen“ the authors follow the particular importance of the collaboration between the federal and regional governments on the basis of the respective constitutional responsibilities. This law for VET from 1969 described only very generally the role of the VET-school, which remained the responsibility of the “The Standing Conference of the Ministers of Education and Cultural Affairs of the Länder in the Federal Republic of Germany”. On behalf of the divided responsibility the necessity of a formal and contention cooperation emerged. Subsequently, a „Plädoyer für ein eigenständiges Forschungs- und Lehrgebiet „Recht und Ökonomie der Beruflichen Bildung“ has been included to close a rarely observed missing link in the VET sciences. Both the law as well as the economic questions are currently not represented in the special scientist institutes and universities. The volume is concluded by a critical article about 25 years of VET politics in the unified Germany as an unknown/unattended field of VET research.

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