Bericht zur Studienreise „Das duale Hochschulstudium im außereuropäischen Ausland"

URN urn:nbn:de:gbv:705-opus-32360
URL
Dokumentart: Report (Bericht)
Institut: Fakultät Maschinenbau/Allgemein
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum:
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen

Kurzfassung auf Deutsch:

Das Ziel der Studienreise war es, das Potenzial und die Bedarfe einer dualen Hochschulausbildung zu verifizieren sowie eine engere Verzahnung von beruflicher Bildung und akademischer Bildung in den ausgewählten Ländern zu identifizieren. Dabei stand die Frage nach Kenntnissen über das duale Hochschulstudium in Deutschland und damit eine Förderung der Internationalisierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften als Teile der Studienreise mit im Fokus. In einem ersten Schritt wurden auf der Basis eines Interviewleitfadens Gespräche mit Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) geführt, wie z.B. AHK Shanghai, AHK Hongkong, AHK Singapur und AHK New Delhi. Die AHKs in den genannten vier Ländern sind im Wesentlichen auf Unternehmensdienstleistungen, wie die Förderung und Betreuung deutscher Unternehmen, konzentriert. In allen Ländern - mit Ausnahme der AHK in Singapur - hat das duale Studium für Hochschulen und Unternehmen nur eine geringe Bedeutung. In keinem der Länder konnte auf eine Hochschule bzw. auf einen dualen Studiengang durch die AHKs verwiesen werden. Dies bedeutet nicht, dass deutsche Bildungsträger, wie z.B. die Duale Hochschule BadenWürttemberg (DHBW) versuchen, mit Hochschulen Kooperationen zu vereinbaren. Zugleich ist aber nach Auskunft der AHKs auch festzustellen, dass sowohl Hochschulen wie Unternehmen, einschließlich Regierungsvertreter, in den besuchten Ländern nur sehr begrenzte Kenntnisse über die duale Hochschulausbildung in Deutschland haben. Unabhängig von der Bereitschaft zur Kooperation der Akteure Hochschule in Deutschland(1), Hochschule im außereuropäischen Ausland(2), den Unternehmen(3), der AHKs(4), der Regierungen(5) sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Hochschulgesetzgebung, ein wichtiger Schritt, der in der Informationsphase mit den Hochschulen und den Unternehmen diskutiert und zu klären ist, da hochschulrechtliche Erschwernisse bei der Implementierung von dualen Studiengängen z.Z. als unüberwindbar erscheinen. Hochschulen, wie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland, können als Partner die Implementierung von dualen Studiengängen stark unterstützen. Gleichzeitig führen diese Kooperationen zu einer deutlicheren Internationalisierung der deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die besuchten Länder unterscheiden sich gravierend in ihrem Gefüge, sowohl politisch, kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Ein regionaler Erfahrungsaustausch der AHKs speziell zum Thema Implementierung einer dualen Hochschulausbildung würde für die Mitarbeiter der AHKs einen Mehrwert darstellen.

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