Zum Auftrag der Erwachsenenbildung in evangelischer Trägerschaft

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Dokumentart: ResearchPaper
Institut: Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften/Allgemein
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1984
Publikationsdatum:
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Originalveröffentlichung: Beiträge aus dem Fachbereich Pädagogik ; 2/1984 (1984)
SWD-Schlagwörter: Erwachsenenbildung
DDC-Sachgruppe: Religion, Religionsphilosophie

Kurzfassung auf Deutsch:

Vorbemerkungen Die theoretische Diskussion zum Aufgabenverständnis der Erwachsenenbildung in evangelischer Trägerschaft hat im Jahr 1983 wesentliche Impulse erhalten. Die Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE) legte im Frühjahr ein "Positionspapier" vor, das unter dem Titel "Evangelische Erwachsenenbildung - Ein Auftrag der Kirche" die bis dahin geltende Positionsbestimmung aus dem Jahr 1967 (vgl. Der evangelische Beitrag zur Erwachsenenbildung 1971, S.2o-28) ablöst. Gleichzeitig arbeitete die Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland für Bildung und Erziehung "Grundsätze" zum selben Gegenstand aus: "Erwachsenenbildung als Aufgabe der evangelischen Kirche", die im Sommer 1983 veröffentlicht wurden. Dieses Ereignis verdient insofern besondere Beachtung, als mit ihm zum ersten Mal die EKD sich zum Arbeitsfeld Erwachsenenbildung zusammenfassend und grundsätzlich äußert. Das besondere Interesse der EKD an der Bildungsarbeit insgesamt und der mit Erwachsenen im besonderen wird durch die "Empfehlungen zur Gemeindepädagogik" derselben Kammer aus dem Jahr 1982 unterstrichen: "Zusammenhang von Leben, Glauben und Lernen", in denen sich viele konzeptionelle Gemeinsamkeiten mit den 1983 veröffentlichten "Grundsätzen" finden. Daß die EKD nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit Bildungsfragen im Bereich der Kinder- und Jugendbildung sich endlich auch der Aufgabe und dem Problem der Erwachsenenbildung zuwendet, ist zu begrüßen. Doch ist zu fragen, was dieses Interesse der EKD zu diesem Zeitpunkt ausgelöst hat und welche Ziele sich damit verbinden; zu fragen ist auch, ob und inwieweit sich Positionen der verfaßten Kirche von denen der zuständigen Arbeitsgemeinschaft unterscheiden. Schließlich ist zu fragen, wie sich die neu formulierten Konzepte zu den seit 197o geschaffenen bildungspolitischen und bildungsrechtlichen Rahmenbedingungen verhalten (vgl. dazu STRUNK 198o). Die in dieser Streitschrift vorgelegte Analyse und Kritik der neuen Programmschriften sind nicht so sehr auf eine Auseinandersetzung mit den theologisch-ekklesiologischen Begründungssätzen für eine "kirchliche Erwachsenenbildung" (MEIER 1979) ausgerichtet. Hier ist allein die Frage von Interesse, ob und inwiefern die beiden Texte den Anspruch der evangelischen Kirche konzeptionell begründen, als Träger eigener EB-Einrichtungen Teil des plural-kooperativen Systems der EB/WB in öffentlicher Verantwortung zu bleiben, als solcher an dessen Entwicklung ebenso kritisch wie produktiv mitzuwirken und darum auch an der staatlichen Finanzförderung teilzuhaben.

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