Arbeitsbedingungen in Hamburger Werbeagenturen – Eine qualitative Untersuchung arbeitsbedingter psychischer Belastungen und Beanspruchungen

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Dokumentart: Masterarbeit
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Arbeitsbedingungen , Hamburg , Werbeagentur , Psychische Belastung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die zukünftige Arbeitswelt wird vor allem vom technologischen Fortschritt, dem demographischen Wandel, institutionellen Veränderungen und der Globalisierung geprägt. Diese neuen Anforderungen wirken sich auf die physische und psychische Gesundheit der ArbeitnehmerInnen aus. Die Kultur- und Kreativbranche wird auch maßgeblich als Zukunftsbranche angesehen und gilt als Motor der Entstehung neuer Produkte und innovativer Werke (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 2011, S.1). Im Jahr 2016 wurden durch den Werbemarkt circa 26 Milliarden Euro erwirtschaftet, was mehr als 15,0% des Gesamtumsatzes der Kultur- und Kreativwirtschaft ausmacht (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2018). Auch die Investitionen in die Werbung mit 25,96 Mrd. Euro sind ein Indikator für die Bedeutung. Vergleichend mit dem Jahr 2015 ist auch hier eine Steigerung um 2,0% zu verbuchen (ZAW, 2016). Im internationalen Kontext ist Deutschland auf Platz fünf der stärksten Werbeländer, lediglich die USA, China, Japan und Großbritannien sind vorher vertreten. Hinter dem Vereinigten Königreich bildet Deutschland das zweitstärkste Land der Werbung in Europa. Ziel dieser Untersuchung ist es, zu erforschen welche arbeitsbedingten psychischen Beanspruchungen und Belastungen bei MitarbeiterInnen in Hamburger Werbeagenturen bestehen. Weiterhin sollen als Ergebnis gesundheitsförderliche Empfehlungen aus den Erkenntnissen abgeleitet und Handlungsempfehlungen vorgeschlagen werden. In dieser Arbeit wurde mit telefonbasierten und Face-To-Face Interviews mit einem vorher entwickelten Fragebogen gearbeitet (n=18). Anhand der Ergebnisse wird deutlich, dass vielseitige psychische Belastungsfaktoren auf die befragten Beschäftigten der Werbebranche einwirken. Arbeitsbezogene psychische Belastungsfaktoren sind beispielsweise die langen Arbeitszeiten, die schlechte Work-Life-Balance, sowie Zeitdruck und die Abhängigkeit zu Kunden und deren Projektfeedback. Als Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden vor allem ergonomische Aspekte, aber auch arbeitsorganisatorische Maßnahmen, wie das Verringern von Stress und weniger Überstunden genannt. Diese Forschungsergebnisse sind wichtig zur Entwicklung von Maßnahmen, Empfehlungen und zur Umsetzung von betrieblichen Gesundheitsförderungsangeboten für die ArbeitnehmerInnen der Werbeagenturen.

Kurzfassung auf Englisch:

The prospective working environment will be characterized by the technological progress, the demographic change, institutional changes and the globalization. These new requirements affect the employees’ mental and physical health. The Culture- and Creative Industries are seen as the most important future industries and are called the engine of development for new products and innovative work (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 2011, S.1). In 2016, about 26 billion euro were generated by the Advertising Industries, which is more than 15,0% of the total turnover of the Culture- and Creative Industry (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2018). Furthermore, the investments in advertising in the amount of 25,96 billion euro are an indicator for the economic importance. In comparison to 2015, this is an increase of 2,0% (ZAW, 2016). In the international context, Germany is the number five regarding the countries with the biggest investments. Looking at Europe, besides the UK, Germany forms the second strongest country regarding advertisements. The objective of the investigation is to explore which work related stresses and strains affect employees in advertising agencies in Hamburg. Based on the results, practical advices for health promotion should be given and recommended actions suggested. In this paper, interviews based on telephone conversations and face-to-face meetings have been implemented (n=18). An interview guideline has been designed before. The results of the investigation show, that multifaceted mental stress factors have an effect on the interviewed employees’ health. Work related stress factors are long working hours, bad work-lifebalance, time pressure and the dependence to the customers and their feedback regarding the projects. As actions for health promotion, ergonomic aspects and work organizational activities, for instance the decrease of stress and overtime hours were named by the interviewed employees. These research results are important for the development of more recommendations and activities for health promotion, as well as for the implementation of workplace health promotion for employees in advertising agencies.

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