Der Bürgerbus – Ein Ansatz zur Mobilitätssicherung Älterer im ländlichen Raum

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Bürger , Omnibus , Mobilität , Sicherung , alt , Ländlicher Raum
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialdienste, Versicherungen

Kurzfassung auf Deutsch:

Die demografische Entwicklung verläuft in Deutschland nicht einheitlich. Es bestehen unter-schiedliche und zum Teil gegensätzliche Entwicklungen zwischen Ballungszentren und ländli-chen Räumen. Dies beeinflusst die räumlichen Rahmenbedingungen maßgeblich und wirkt sich auf die Sicherung der Versorgung und Mobilität aus. In der Folge müssen immer größere Distanzen überwunden werden, um Angebote und Dienstleistungen der Grundversorgung er-reichen zu können. Mit steigendem Alter wird das nähere Wohnumfeld zum zentralen Ort des Alltags. Neben den individuellen Voraussetzungen für Mobilität im Alter sind Umfeldbedingungen wesentlich für den Aktionsradius der Älteren. So eröffnet die zur Verfügung stehende Infrastruktur Möglich-keiten, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Liegen Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs in weiter Entfernung oder sind gar nicht vorhanden, so wird es für ältere Menschen zunehmend schwieriger aktiv am Leben teilzuhaben. Hier können ergänzende Mo-bilitätsangebote wie der sogenannte Bürgerbus hilfreich sein, um trotz des Rückzugs des Öf-fentlichen Personennahverkehrs aus ländlichen Räumen eine Anbindung an Einrichtungen der Grundversorgung ermöglichen zu können. Ein Bürgerbus ist ein von ehrenamtlichen Fahrern betriebener lokaler Fahrdienst, der beste-hende Lücken im öffentlichen Personennahverkehr im ländlichen Raum schließt. Dabei sollen sie die bestehenden öffentlichen Verkehrsmittel ergänzen, aber nicht ersetzen. Inwiefern die-ses alternative Mobilitätsangebot dazu beitragen kann, eine Erreichbarkeit der sozialen Infra-struktur für ältere Personen in ländlichen Räumen nachhaltig zu sichern, ist noch unklar. Dies soll im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden. Methodisch wurde vor dem Hintergrund der Triangulation das Bürgerbuskonzept einerseits anhand der Untersuchung von Leitfäden, Basisliteratur und gesetzlichen Regelungen unter-sucht. Andererseits konnte mithilfe einer schriftlichen Befragung die praktische Umsetzung, gerade im Zusammenhang mit Senioren als Nutzergruppe, analysiert werden. Die Ergebnisse identifizieren Senioren als Hauptnutzer des Angebots und weisen auf ein noch nicht ausge-schöpftes Potential des Konzeptes hin.

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