„Schwimme dich in den Flow und werde glücklich!“ - Das Flow-Erleben beim Schwimmen und die Auswirkung auf die aktuelle Befindlichkeit im gesundheitsförderlichen Kontext

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Flow-Erlebnis , Schwimmen , Auswirkung , Befindlichkeit , Kontext , Gesundheitsförderung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Im Public Health Kontext spielt die Bewegungsförderung eine wichtige Rolle für die Präven-tion von Krankheiten und die Steigerung des Wohlbefindens. Insbesondere Schwimmen verspricht durch seine diversen positiven Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit einen gesundheitsförderlichen Nutzen über alle Altersklassen hinweg. Da Schwimmen auch meditative Zustände, wie das Flow-Erleben fördern kann, stellt sich die Frage, inwieweit sich das Flow-Erleben beim Schwimmen auf die Befindlichkeit im gesund-heitsförderlichen Kontext auswirkt. Mithilfe von zwei standardisierten Fragebögen und einigen messspezifischen Fragen wurde das Flow-Erleben und die Befindlichkeit bei Schwimmerinnen und Schwimmern vor und nach eines 30-minütigen Kraulschwimmens in einem Hamburger Sportverein untersucht. Es wurden bivariate Zusammenhangstests und multiple Regressionsmodelle berechnet. Es zeigt sich, dass sich die Befindlichkeit vor dem Schwimmen signifikant von der Befind-lichkeit nach dem Schwimmen unterscheidet (p= <.05; r= .80). Ebenso hängt das Flow-Erleben mit dem Schwimmmotiv und der selbst eingeschätzten Schwimmfähigkeit zusam-men. Weist eine Person ein eher tätigkeitszentriertes Motiv auf und schätzt die Schwimm-fähigkeit als gut bis sehr gut ein, wird ein höheres Flow-Erleben erzielt. Die multiple Re-gressionsanalyse hat ergeben, dass die Befindlichkeit durch das Flow-Erleben auf der Teilskala „glatter Verlauf“, die eingeschätzte Schwimmfähigkeit und das Schwimmmotiv sig-nifikant vorhergesagt werden kann, jedoch eignen sich die Variablen sehr eingeschränkt. In einem weiteren Modell sagen die Variablen die Befindlichkeit auf der Teilskala „Wach-Müdigkeit“ signifikant vorher (p= <.05; korrigiertes r²= .42), der Einfluss des Flow-Erlebens ist dabei negativ. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass Schwimmerinnen und Schwimmer, die ihre Schwimmfähigkeit hoch einschätzen, ein höhere Leistung abrufen und folglich erschöpfter nach dem Schwimmen sind, als diejenigen, die ihre Schwimmfähigkeit gering einschätzen und die Kraultechnik nur bedingt beherrschen. Die generelle Befindlichkeitszunahme kann auf die positiven Auswirkungen des Schwimmens zurückzuführen sein, welches als wichti-ger Anreiz für eine Fortführung des Schwimmsports wirken kann. Für die zukünftige For-schung sollte das Flow-Erleben als Motivationsquelle für sportliche Aktivitäten im gesund-heitsförderlichen Kontext genauer betrachtet werden.

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