Veganer, Vegetarier und Mischköstler im Vergleich – Inwiefern besteht ein Zusammenhang zwischen Ernährungsstil und Ernährungswissen?

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Veganismus , Vegetarismus , Vegetarische Kost , Speise , Mischkost , Ernährung , Stil , Wissen
DDC-Sachgruppe: Hauswirtschaft und Familienleben

Kurzfassung auf Deutsch:

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit war es das Ernährungswissen von Vegetariern, Veganer und sich omnivor ernährenden Personen zu vergleichen und einen möglichen Zusammenhang zwischen Ernährungsstil und Ernährungswissen zu überprüfen. Die Hypothese dieser Arbeit ist, dass mit einem wachsenden potentiellen Risiko einer Unterversorgung, wachsendes Ernährungswissen einhergeht. Insgesamt haben 945 Personen an der Untersuchung teilgenommen, darunter 604 für diese Studie relevanten Teilnehmer im Alter von 20 bis 40 Jahren (M = 28,43 Jahre, SD = 5,71), die laut eigenen Angaben Mischköstler/Flexitarier (n=215), Vegetarier (n=227) oder Veganer (n=162) sind. Zur Befragung der drei unterschiedlichen Gruppen wurde ein Online-Fragebogen auf Basis des wissenschaftlich erprobten und validierten General Nutrition Knowledge Questionnaires- Revised erstellt. Die Auswertung der Daten erfolgt mit Hilfe des Programms SPSS (Version 22). Hierzu wurden beschreibende Maßzahlen ermittelt und zum Vergleich der Mittelwerte eine Anova durchgeführt. Bei allen Tests war die Mittelwertdifferenz auf der Stufe von 0,05 signifikant. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aufgestellte Hypothese nicht kongruent bestätigt werden konnte. Sowohl im Gesamtergebnis als auch in den Subkategorien weisen die Veganer durchschnittlich das signifikant höchste Ernährungswissen auf (p<0,05). Die Vegetarier und Mischköstler unterscheiden sich untereinander hingegen nicht signifikant (p>0,05). Nur etwa jeder dritte Mischköstler und Vegetarier und jeder zweite Veganer verfügt über ein hohes Ernährungswissen. Die Ergebnisse in allen drei Gruppen entsprechen somit nicht oder nur teilweise den (erhöhten) Anforderungen an die Kostformen. Es wird daher dringend empfohlen die (staatliche) Informationsvermittlung im Bereich Ernährung zu überdenken sowie mehr seriöse Plattformen zur Aufklärung im Bereich der pflanzlichen Ernährung zu identifizieren bzw. zu schaffen.

Kurzfassung auf Englisch:

This bachelor thesis aimed to compare the nutrition knowledge of vegetarians, vegans and omnivores and to examine a possible correlation between nutrition knowledge and eating habits. Following the hypothesis of this work, the nutrition knowledge increases along with the potential risk of the three different eating habits. In total 945 persons participated in this study. Only 604 people out of all participants met the criteria and were aged between 20 and 40 years (M = 28,43 years, SD = 5,71) and described themselves as omnivores/flexitarians (n=215), vegetarians (n=227) or vegans (n=162), thus could be included in the scientific analysis. The survey used, was based on the validated General Nutrition Knowledge Questionnaire-Revised. Data was analyzed with the program SPSS (version 22). Descriptive analyses and a one-way analysis of variance (ANOVA) were conducted. Comparing the means, a test result is called statistically significant at a level of 0,05. All in all, the hypothesis could be confirmed partially. On the one hand vegans showed a significant higher nutrition knowledge compared to vegetarians and omnivores (p<0,05), on the other hand vegetarians and omnivores didn’t differ significally (p>0,05). Only one third of the vegetarians and omnivores and half of the vegans disposed over high nutrition knowledge. The test results show that all three groups therefore mostly lack the (elevated) needs of their eating habits. Therefore (public) information transfer should be reconsidered and more serious information platforms should be identified/created.

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