Berücksichtigung des Klimawandels bei Planungs- und Bauvorhaben in Hamburg : Vorgesehener Zweck und tatsächlicher Nutzen von Hilfsmitteln zur Klimafolgenanpassung

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Dokumentart: Master-/Diplomarbeit
Institut: Stadtplanung
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum:
Zugriffsbeschränkung: nur innerhalb des Universitäts-Campus
SWD-Schlagwörter: Klimaänderung , Stadtplanung , Hamburg , Planungsprozess , Bauvorhaben
DDC-Sachgruppe: Landschaftsgestaltung, Raumplanung

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits heute zu spüren. Städte müssen sich anzunehmende Starkregenereignisse, steigende Temperaturen und weitere Folgen des Klimawandels anpassen. Planungs- und Bauvorhaben spielen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine zentrale Rolle. Zum einen aufgrund der Langlebigkeit der gebauten Umwelt, zum anderen da es durch die Schaffung von Grün und eine entsprechende Gestaltung der öffentlichen Räume und Infrastrukturen zahlreiche Handlungsmöglichkeiten gibt. Welche das sind, wie diese umgesetzt und in der Planung berücksichtigt werden können, wird für die Akteur_innen in den Kommunen in verschiedenen Hilfsmitteln, von Leitfäden und Wissensdokumenten über Online-Tools bis hin zu Beratungsangeboten, dargelegt. Vor diesem Hintergrund nimmt die vorliegende Masterthesis eine Bestandsaufnahme solcher Hilfsmittel vor und untersucht den Stand der Anwendung. Dabei wird folgende Fragestellung verfolgt: Zu welchem Zweck wurden die Hilfsmittel erstellt und welche Bedarfe gibt es? Inwieweit werden die vorhandenen Hilfsmittel bei Planungs- und Bauvorhaben in Hamburg angewendet? Unterstützen und befördern die Hilfsmittel die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen? Räumlich liegt der Fokus dabei auf Hamburg, einer wachsenden Stadt, die das Ziel hat, jedes Jahr 10.000 neue Wohnungen zu bauen. Hilfsmittel, die sich an Planer_innen in ganz Deutschland richten, werden ergänzend betrachtet. Die zentrale Methodik zur Beantwortung der Fragestellung sind leitfadengestützte Experteninterviews, einerseits mit den Anwender_innen (in den Fachämtern Stadt- und Landschaftsplanung und Management des öffentlichen Raumes in den Hamburger Bezirksämtern) und andererseits mit den Anbieter_innen bzw. Auftraggebenden (in der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie, dem Umweltbundesamt und dem Climate Service Center Germany). Die Ergebnisse der Interviews zeigen, dass (in Hamburg) vor allem die Hilfsmittel angewendet werden, die eng mit bereits institutionalisierten Verfahrensabläufen verknüpft sind. Die Hilfsmittel, die auf eine Veränderung oder Ergänzung von Vorgehensweisen zielen, werden nur begrenzt angewendet. Das hängt weniger mit dem Format oder Inhalt der Hilfsmittel zusammen als vielmehr mit den Rahmenbedingungen vor Ort, zu denen unter anderem begrenzte Personalkapazitäten, eine anderweitige politische Prioritätensetzung und eine mangelnde Verbindlichkeit zählen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die aktive Kommunikation des Hilfsmittels. Für zukünftige Projekte wird daher empfohlen, nicht mit der Fertigstellung des Abschlussdokuments zu enden, sondern auch den Übergang in die Anwendung zu begleiten. Um die Anwendung der vorhandenen Hilfsmittel und damit auch die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen zu stärken, werden als Handlungsbedarfe die Stärkung des Themas auf übergeordneter (behördlicher und politischer) Ebene und das vermehrte Sammeln von praktischen Erfahrungen durch Pilotprojekte aufgezeigt.

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